Ausstellung „Biene – Mensch – Natur“ bei der ÜWAG / Besuch der Rhönschule am 13.10.2011

Erfolgreicher Fach- und Aktionstag von „Caritas Berufswege“ im Kundenzentrum

Fulda (cif). Seit einer Woche bereits präsentiert die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie in Kooperation mit der Universität Würzburg eine Ausstellung „Biene – Mensch – Natur“.  Veranstaltungsort ist das Kundenzentrum der Üwag in der Bahnhofsstraße 2 in Fuldas City.

Im Rahmen eines Fach- und  Aktionstages hielten nun vor einem interessierten Publikum namhafte Referenten Vorträge, mit denen sie das faszinierende Insekt „Biene“ und ihren Wert für Mensch und Natur vorstellten. Den Anfang machte Dr. Marina Meixner vom Landesbetreib Landwirtschaft Hessen. Sie stellte die Biene als effizientes und letztendlich unverzichtbares Lebewesen für die Bestäubung von Blüten und damit für die Fortpflanzung und den Ertrag vieler Nutzpflanzen vor. Ganz deutlich  unterstrich sie, dass Vielfalt nur mit der Biene möglich sei, und dass daher der Mensch für die Biene und damit auch für sein eigenes Wohl – ein Appell an die Verfechter einer modernen Landwirtschaft – für Vielfalt und Abwechslung in der Pflanzenwelt sorgen müsse.

Die Ausstellung “Biene – Mensch – Natur” veranschaulicht in verständlicher Weise die Wichtigkeit der Biene als Bestäuber von Blühpflanzen. Honigprodukte sowie Fruchtsäfte und -aufstriche werden zum Verkauf angeboten.

Dass auch in einer auf Effizienz ausgerichteten Landwirtschaft vieles in diesem Sinne möglich ist, zeigte der zweite Beitrag von Dr. Thoralf Küchler Referat, Vertreter des Agro-Unternehmens Syngenta, der über die Bedeutung von Blühpflanzen in der Landwirtschaft und für die Imkerei  sprach. Er wies auf die bereits bestehenden Blühpflanzen-Förderprogramme hin, mit denen Landwirte aktiv einen Beitrag für die Floravielfalt leisten könnten. In der Diskussion mit den Zuhörern ging es anschließend vor allem darum, wie ein in vielen Ländern staatlich sanktionierter Raubbau an der Natur mit großflächiger Monokultur – etwa durch Rapsanbau für Biospritgewinnung – vermieden werden könne. Deutlich wurde jedenfalls, dass eine enge Zusammenarbeit der Landwirte und Imker nützlich wäre, da beide Seiten voneinander profitieren könnten.    

Dr. Ulrich Hampl, schließlich, Vertreter des Netzwerks blühende Landschaften und Geschäftsführer eines Seminarbauernhofes der Stiftung Ökologie und Landbau, zeigte in seinem Beitrag konkrete Wege zu einer blühenden Landschaft und zur einhelligen „Zusammenarbeit“ von Menschen und Bienen auf. Dabei stellte er vor allem die Möglichkeiten des einzelnen Landwirtes in den Blickpunkt, durch Ökolandbau,  vielfältigere Bewirtschaftung mit Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten Biene, Mensch und Natur viel Gutes zu tun, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit und den Ertrag aus den Augen zu verlieren. Jede noch so kleine Blühfläche sei ein Gewinn, insofern könne letztendlich jeder in seinem Garten – etwa durch Anlegen einer Blumenwiese – einen wichtigen Beitrag leisten.    

Durch die Veranstaltung führte Caritas Gesamt-Werkstättenleiter Bernd Wystrach. Im Rahmen seiner Moderation löste er auch das Rätsel, was die Caritas mit Bienen eigentlich zu tun hat: Herstellung und Verkauf von Imkereibedarf, so Wystrach, sei eines der Arbeitsfelder, welches die Caritas Berufswege ihren Werkstatt-Mitarbeitern erschlossen haben. Und auch mit der Gartenarbeitsgruppe sei man am Thema dicht dran, denn diese lege bereits vielerorts systematisch Blühstreifen an, von denen auch die Bienenbestände profitierten. Denn ohne Bienen keine Bestäubung und keine Ernte – wie etwa beim Obst. Auf das aber sei wiederum die Arbeitsgruppe „Rhöner Fruchtgenuss“ angewiesen, die Fruchtbrotaufstriche und -säfte produziere und verkaufe.       

Die Ausstellung „Biene – Mensch – Natur läuft noch bis Mitte Oktober. Honig, Fruchtaufstriche vom Rhöner Fruchtgenuss aus Schloss Haselstein sowie Wellness-Produkte auf Honigbasis werden im Rahmen der Ausstellung  zum Verkauf angeboten.

Am 13.10. besuchte die Rhönschule die Ausstellung bei der ÜWAG.

Rhönschule beucht ÜWAG Ausstellung

Rhönschule besucht ÜWAG Ausstellung

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