Begleitet ist Selbständig-Wohnen gar kein Problem mehr…

Caritas baut Angebot „Begleitetes Wohnen“ im nördlichen Landkreis Fulda weiter aus – noch mehr Menschen können durch ambulanten Hilfsdienst größere Selbständigkeit erreichen  

                                         

Hünfeld (cif). „Unser Büro im St. Ulrich-Quartier Hünfeld ist idealer Anlaufpunkt für viele Menschen etwa zwischen Bad Salzschlirf und Rasdorf zu einem selbstständigen Wohnen“, erklärt Harald Schäfer, Leiter des Dienstes „Begleitetes Wohnen“ der Caritas-Behindertenhilfe, „Wir wollen mit unserem Dienst ‚Begleitetes Wohnen‘ noch mehr Personen im Nordteil des Landkreises Fulda erreichen, die gerne in einer eigenen Wohnung leben wollen, sich aber ohne Begleitung dazu nicht im Stande sehen. Ihnen wollen wir genau diese gewünschte Begleitung bieten!“

 

„Begleitetes Wohnen“ ist ein ambulanter Dienst der Caritas-Behindertenhilfe, bei dem pädagogische Kräfte den betreuten Personen zur Seite stehen, möglichst weitgehend „in eigener Regie“ in einer eigenen Wohnung zu leben. Die Mitarbeiter des Begleiteten Wohnens besuchen dabei ihre Klienten regelmäßig, aber auch bei aktuellen Problemstellungen natürlich außer der Reihe. Im Rahmen dieser Besuche wird geschaut, ob alles „rund läuft, außerdem werden zu erledigende Vorgänge – etwa Anträge bei Behörden, finanzielle Fragen – besprochen und gegebenenfalls notwendige Dinge vom Einkauf über den Arztbesuch bis hin zum Wäsche-waschen – gemeinsam erledigt. „Natürlich kann jeder Betreute im Begleiteten Wohnen auch unser Büro aufsuchen, wenn ihn ein Problem das Leben schwer macht, aber auch, wenn er oder sie einfach mal ein wenig reden möchte. Im Prinzip ist einer aus unserem Team immer – auch dafür – erreichbar“, unterstreicht Harald Schäfer. „Begleitetes Wohnen hat sich als ideal erwiesen für Personen, die zwar Einschränkungen durch geistige oder körperliche Behinderungen haben, die aber nicht permanent auf Hilfe angewiesen sind und auch gerne individuell ihren Alltag leben wollen.“

 

Interessant ist der Dienst zum Beispiel für Menschen, die durch einen Unfall oder Erkrankungen körperliche Einschränkungen erworben haben und nun Unterstützung benötigen, um weiter oder wieder selbstständig wohnen zu können. In Frage kommt Begleitetes Wohnen auch für Menschen mit geistiger Behinderung, die bisher bei ihren Eltern gelebt haben, als Erwachsene aber nun doch gerne eine eigene Wohnung haben wollen. Die Aktion Mensch unterstützt zum Wohl genau solcher Menschen die Caritas Fulda dabei, „Begleitetes Wohnen“ möglichen vielen Interessenten vorzustellen, damit sie dieses in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation und in Hinblick auf ihre Zukunftserwartungen überprüfen können. „Niemand soll natürlich zu irgendetwas gezwungen sein“, betont Dienstleiter Schäfer, „aber alle, die neugierig sind, sollen die Chance haben, für sich die Möglichkeiten zu überdenken.“ 

 

Interessenten können Kontakt aufnehmen und ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren. Die Beratungsstelle im St.-Ulrich-Weg 4 in Hünfeld ist unter der Telefonnummer 06652 / 7484212 erreichbar.

Die Begleitetes-Wohnen-Mitarbeiterin Carmen Bock (Mitte) aus dem Hünfelder Betreuungsteam bei einem „Küchentisch-Gespräch mit den beiden Klienten Jessica K. und Stefan G.

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