Besuch der Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte bei Caritas Berufswege

Fulda – 26. Januar 2016

Auf Einladung des Vorsitzenden des Gesamtwerkstattrates der Caritas Werkstätten, Herrn Mathias Boecken, fanden sich die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte (LAGWfbM) am 26. Januar 2016 in Fulda ein. Mathias Boecken ist seit Anfang des Jahres 2015 beratendes Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte in Hessen. Er steht in ständigem Austausch mit dem Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte, Herrn Walter Emmerich (Behindertenwerk Main-Kinzig, Gelnhausen), und so ergab es sich, dass Mathias Boecken die Mitglieder zu deren regelmäßigen Tagung nach Fulda einlud.

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Mathias Boecken konnte 17 Mitglieder im Konferenzraum in der Ratgarstraße 13 in Fulda begrüßen. Anwesend war auch der Gesamtleiter Caritas Berufswege und Werkstätten, Herr Bernd Wystrach, der sich zeitweise an den lebhaften Gesprächen und Diskussionen beteiligte. Ein Grußwort sprach der Leiter Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, Herr Dominique Vilmin.
Der Austausch der Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft findet monatlich, in der Regel an einem Standort einer Mitgliedswerkstatt in Hessen statt.
Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen verändern sich ständig, um den veränderten Bedarfen der Menschen und den gesetzlichen gewollten Veränderungen gerecht zu werden. Auch die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist Veranlassung über die Angebote in den Werkstätten sich auszutauschen.
Derzeit wird von den Mitgliedern der LAG der erste Entwurf für ein Bundesteilhabegesetz diskutiert. Demzufolge sind verschiedene Veränderungen in den Werkstätten politisch gewollt zu erwarten.
In der Tagung in Fulda wurde insbesondere die Frage aufgeworfen, wie zukünftig die Besetzung der Werkstatträte in den Einrichtungen zu gestalten ist, insbesondere wird es ausdrücklich eine gewählte Frauenbeauftragte geben, die dann die Interessen der Frauen in den Einrichtungen wahrnehmen wird. Die Zahl der Mitglieder in den Einrichtungen wird, so der Entwurf des Bundesteilhabegesetzes, erhöht, dass wird auch die Caritas Werkstätten in Fulda betreffen. Die Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) wird demzufolge auch in einigen Punkten verändert werden, möglicherweise wird es zukünftig für die Caritas Einrichtungen keine eigene Caritas Werkstättenvorordnung mehr geben. Die Kirchen müssen sich dazu noch positionieren.
Es gab aber auch einzelne Fragestellungen und Erfahrungen aus den anderen Werkstätten in Hessen die aufgegriffen und diskutiert wurden. Erfreulich ist, dass zwischenzeitlich alle Werkstätten in Hessen Werkstatträte gewählt haben. Häufig wird in den Einrichtungen die Frage der Angemessenheit der personellen Besetzung problematisiert. Die Akzeptanz der Werkstättenräte in den Einrichtungen ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass die Mitglieder der Werkstatträte der Leitung Anregungen und Verbesserungsvorschläge einbringen können. Die Werkstatträte treffen sich in der Regel einmal im Monat mit dem Einrichtungsleiter oder der Werkstattleitung.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, löste sich dann nach und nach die Tagung auf.
Mathias Boecken dankte für den Besuch und die Tagung in Fulda. Walter Emmerich unterstrich die gute Arbeitsatmosphäre in Fulda und intendierte, dass es auch in Fulda wohl zu weiteren Tagungen kommen wird, da der Ort gut erreichbar in der Mitte von Hessen liegt.

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