Bericht

„Miteinander – Füreinander“

über die Veranstaltung im Rahmen der Woche für das Leben (07.-14. Mai 2011)
am 11.05.2011, 15:00 Uhr in den Caritaswerkstätten, St.-Vinzenz-Str. 52, 36041 Fulda

Inklusive Teilhabe

Seit über 20 Jahren findet die „Woche für das Leben“ statt. Initiiert wurde sie von der Katholischen Kirche; vor wenigen Jahren hat sich die Evangelische Kirche angeschlossen. Jedes Jahr wird die Woche unter ein besonderes Thema gestellt. Für die Jahre 2011-2013 wurde das Motto „Engagiert für das Leben“ gewählt. In jedem Jahr wird das Gesamtthema nochmals mit einem Unterthema verdeutlicht. In diesem Jahr wurde der Aspekt hervorgehoben: „Einsatz mit Gewinn“. Der Blick richtet sich hierbei auf den unentgeltlichen und uneigennützigen Einsatz für Andere. Dieser persönliche Einsatz soll hervorgehoben werden, gleichzeitig wird darauf hingewiesen, wie viel Freude es machen kann, für andere da zu sein. Wie oft berichten Ehrenamtliche, dass für sie der freiwillige Einsatz ein persönlicher Gewinn darstellt.

Wir befinden uns im Speiseraum der Caritas Werkstatt. An einem großen Tisch haben sich die Beteiligten versammelt. Auf dem Tisch befinden sich neben Informationsproschüren Getränke und Gläser. Die Teilnehmer schauen zu Herrn Gebauer, der aus seinen Unterlagen referiert.

Mitglieder des Freizeitclubs und Vertreter der Caritas im gemeinsamen Gespräch

Auch in diesem Jahr haben die beiden christlichen Kirchen (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Bistum Fulda) wieder zusammengearbeitet; sie haben dafür geworben, Veranstaltungen anzubieten, die zum Thema passen.

Herr Michael Glüber, Einrichtungsleiter der Caritas-Werkstatt in Fulda, hat zusammen mit den Verantwortlichen des Freizeitclubs „Miteinander – Füreinander“ für den 11.05.11 um 15:00 Uhr in den Caritas Werkstätten eine Informationsveranstaltung organisiert. Als Gastredner war Josef Gebauer, Referent für Gemeindecaritas, vom Diözesan-Caritasverband eingeladen. In seinem Kurzvortrag erläuterte er die Zusammenhänge über die Entstehung der Woche für das Leben. Er verdeutlichte das Motto für die diesjährige „Woche für das Leben“. Dabei ging er der Frage nach, was Ehrenamt denn mit einer solchen Aktion zu tun hat. Die Antwort lautet: Ehrenamtliche setzen sich für die Anderen ein; sie zeigen, dass es bei ihrem Einsatz um Wert und Würde von Menschen geht; sie engagieren sich als Christen, damit Leben gelingen kann – und zwar von allen Menschen, seien sie nun jung, alt, gesund, krank oder behindert…

Josef Gebauer informierte weiter über das Tätigkeitsfeld „Ehrenamt/freiwilliges Engagement“ in der verbandlichen Caritas im Bistum Fulda. Er verwies auf die Bedeutung des Ehrenamtes, auf notwendige Rahmenbedingungen und auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche. Er informierte über die professionelle Vertiefung dieses Arbeitsbereiches und über ein Konzept: „Ehrenamt in der Caritas“, das im vergangenen Jahr erarbeitet worden ist. Er hob das Erfordernis von Vernetzungen hervor, zum Beispiel mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e. V., dem Malteser Hilfsdienst e. V. und insbesondere mit dem Bischöflichen Generalvikariat.

Michael Glüber moderierte den Nachmittag. Eine Bildserie über Aktivitäten des Freizeitclubs war vorbereitet worden, die von Frau Melanie Schulte, Sozialdienst der Caritas Werkstatt, präsentiert und von Herrn Peter Sauer, Clubmanager des Freizeitclubs, kommentiert wurden. Alle, die bei dieser Veranstaltung teilgenommen haben, erhielten somit einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten des Freizeitclubs. Peter Sauer sowie Regina Gärtner, engagierte Unterstützerin des Freizeitclubs, informierten über die Angebote des Clubs und die vielen schönen Erfahrungen und Erlebnisse in der Zusammenkunft mit den behinderten Menschen. Der Freizeitclub bietet Freizeitgestaltung für Menschen mit einer geistigen Behinderung an. Regelmäßig ca. alle 4 Wochen bieten engagierte Ehrenamtliche unterschiedlichste Treffen an. Zu dem bunten Freizeitprogramm zählen beispielsweise: Kinobesuche, Discoveranstaltungen, gemeinsame Veranstaltungen mit Vereinen in der Region und vieles mehr. Gerne werden diese Angebote von den Mitarbeitern der Werkstatt und auch in Begleitung von Angehörigen angenommen. Die Ehrenamtlichen kümmern sich um die gesamte Organisation und sammeln stetig weitere Ideen für schöne Zusammenkünfte. Seit 30 Jahren engagieren sich die Mitglieder des Freizeitclubs; ihr Einsatz unterstützt die „inklusive Teilhabe“ für Menschen mit Behinderung. Der Freizeitclub verwirklicht somit das diesjährige Programm der Woche für das Leben – engagiert für das Leben! Er erfährt durch die vielen positiven Rückmeldungen sowohl von Menschen mit Behinderung als auch von Menschen, die durch diese Aktivitäten mit behinderten Menschen in Berührung kommen, Anerkennung und die Bestätigung, dass ihr „Einsatz mit Gewinn“ verbunden ist.

 

 

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