BESUCH DER CARITAS-WOHNHEIME IN DER EDUARD-STIELER-SCHULE

Frühlingsfest – Begegnung von Menschen mit Behinderungen mit Schülern der Berufsfachschule Fachrichtung Gesundheit der Eduard-Stieler-Schule Fulda am 30.03.2011

Nach wochenlangen Vorbereitungen im Unterricht von Frau Voortmann und Frau Schmidt war es endlich so weit: Insgesamt 29 Bewohnerinnen und Bewohner der Caritas-Wohnheime St.-Vinzenzstraße in Fulda machten sich zum gemeinsamen Frühlingsfest in die Eduard-Stieler-Schule auf.

Wir blicken auf eine lange Kaffeetafel, an der schi viele Jugendlichen, behinderte Menschen und Betreuer versammelt haben. Vor jedem steht ein Kaffeegedeck. Die Tafel ist mit großen Kaffeekannen, Gläsern, Milch  und Blumenschmuck bestückt. Die Anwesenden reagieren unterschiedlich. Viele unterhalten sich. Einige schauen uns an.

Gemeinsame Kaffeetafel am 15.03.2011 in Gruppe Philipp

Im Vorfeld hatten die Schüler die Bewohner ebenfalls besucht und bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen in deren Zuhause kennengelernt. Die Schüler kamen mit durchaus gemischten Gefühlen zum Besuch, da ihnen vieles unbekannt war. „Wie wohnen Menschen mit Behinderungen“ fragten sich die Schüler, oder „wie kann ich mit ihnen sprechen?“ Innerhalb kurzer Zeit waren alle Vorurteile und Zurückhaltung überwunden und bei einem gemeinsamen Billardspiel entstanden konkrete Ideen für das geplante Frühlingsfest in der Schule. Fazit von Jessica: „Ich freue mich richtig auf den Gegenbesuch!“ Diese Begeisterung wurde in den Unterricht getragen, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrerin Frau Bleifuß überzeugten, auch zu der Feier zu kommen.

Wir sind in einer Küche zu Gast. Vor uns steht auf einem Tisch ein Blech mit Pizzaboden. Dieser muss noch belegt werden. Daneben sind 3 Besucher und eine Frau mit einem anderen Blech beschäftigt. Us Schüsseln nehmen sie den Belag und bestücken die Pizza. Im Hintergrund ist eine Fensterseite und eine Wand mit vielen Hängeschränken zu sehen.

Gemeinsame Vorbereitungen für eine leckere Pizza

Diese Vorfreude teilten auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich zahlreich am 30. März nach Arbeitsschluss auf den Weg in die Schule machten. Einige von Ihnen waren hier sogar mal selbst Berufsschüler und erinnern sich noch gut an die Zeit.

Zur Begrüßung verteilten die Schüler selbstgebastelte Namensschilder, um jeden gleich persönlich ansprechen zu können. Mirjeta stellte das Programm vor und schon kurz darauf starteten an verschiedenen Orten Aktionen wie z.B. Eier färben, Pizza belegen, Hasenohren basteln, Handabdrücke herstellen, Schminken, Tasten und Osternester fertigen.

Im Mittelpunkt des Bildes steht eine engagierte tanzende Frau. Um sie herum haben sich weitere Personen dazu gesellt, die ebenfalls ihren Schritten folgen.  Weitere Anwesende freuen sich, als Zuschauer an diesem frohen Treiben dabei zu sein.

Yando´s Hip-Hop-Kurzlehrgang

Besonders lautstark ging es beim Eierlauf im Flur zu, wo wilde Anfeuerungsrufe die Wettkämpfer motivierten. Da hier fast alle teilnahmen, waren die selbstgebastelten Medaillen bald knapp, so dass später nur 3. Plätze zu vergeben waren, was aber keinen störte.

Mit gemeinsamem Essen und einer Einführung in Yando´s Hip-Hop-Kenntnisse ging die Veranstaltung langsam zu Ende. Die Teilnehmer tanzten voller Elan und endeten mit dem Wunsch, das gelernte in der Disco zu zeigen.

Gefühlt verging die Zeit bis zum Abschied viel zu schnell, so Lisa: „Schade, dass sie schon gehen müssen! Wir hatten doch so viel Spaß und hätten gern noch weitergetanzt.“

Unterm Strich bleibt für alle eine Gewinn: Die Schülerinnen und Schüler nehmen sicher weit mehr an persönlichen Erfahrungen mit, als es in „normalem“ Unterricht möglich wäre. Und die Bewohnerinnen und Bewohner hatten eine wunderschöne Begegnung, die vor allem von Wertschätzung im gemeinsamen Tun geprägt war. „Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder, und vielen Dank für euer Engagement für uns“, so Volker auf dem Weg nach draußen.

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