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Dominique Vilmin übernimmt beim Diözesan-Caritasverband Fulda die Ressortleitung im Bereich der Jugendhilfe

Wechsel von der Ressortleitung der Behindertenhilfe und Psychiatrie erfolgt auf Bitten des Caritas-Verbandsvorstands – Nachfolge bei Behindertenhilfe wird zeitnah geregelt 

 

Fulda (cif). Der langjährige Caritas-Ressortleiter Behindertenhilfe und Psychiatrie, Dominique Vilmin, wechselt zum 1. Juli auf Bitten des Caritas-Vorstandes in die Leitung des Ressorts Jugendhilfe. Diese Leitungsposition ist durch den mittlerweile feststehenden Weggang von der jetzigen Ressortleiterin Susanne Saradj als Geschäftsführerin zum Regional-Caritasverband Fulda vakant geworden. 

 

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Vorstandsmitglied Ansgar Erb zeigten sich gleichermaßen erfreut über die Bereitschaft Vilmins, die Verantwortung für den Bereich Jugendhilfe zu übernehmen. „Die Kinder- und Jugendhilfe ist ein wesentlicher Pfeiler der Caritas-Arbeit im Bistum Fulda mit bedeutsamem gesellschaftlichen Gewicht“, betonen die beiden Vorstände in einem gemeinsamen Statement. Engagement und Unterstützung benachteiligter und hilfebedürftiger Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien käme daher einer wichtigen Investition in die Zukunft der Gesellschaft gleich. Die Caritas arbeite in diesem Bereich eng mit den zuständigen Behörden auf Landesebene wie im kommunalen Bereich zusammen. „Für diese“, so Juch und Erb weiter, „sind eine verlässliche Anlaufstelle und ein kompetenter Ansprechpartner bei der Caritas-Jugendhilfe absolut wichtig. Wir sind uns dabei sicher, dass Dominique Vilmin diese Funktion hervorragend ausfüllen wird!“

 

Für Dominique Vilmin ist die Jugendhilfe bekanntes Terrain, denn obwohl sein Arbeitsschwerpunkt zuletzt bei der Behindertenhilfe, hatte Vilmin ursprünglich vor allem  Aufgaben im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wahrgenommen. So hatte er nach einem Anerkennungsjahr im damaligen Kinderdorf St. Elisabeth in Maberzell, dem heutigen Jugendhilfeverbund, von 1994 bis 2006 verschiedene Leitungsfunktionen in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe sowie ambulanter und stationärer Jugendhilfe inne. 2006 erfolgte dann mit der Übernahme der Werkstattleitung von Carisma in Maberzell der Wechsel in die Caritas-Behindertenhilfe und Psychiatrie und schließlich die Übernahme der Ressortleitung. Dazu leitete Dominique Vilmin bereits 2017/2018 kommissarisch auch das Ressort Jugendhilfe, das er nun offiziell übernimmt. Dabei schaut Vilmin nach eigenem Bekunden mit etwas Wehmut und Stolz auf die Jahre bei der Behindertenhilfe zurück, in denen man vieles für das Wohl und die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen erreicht habe.  Er freue sich nun aber über die neue, anspruchsvolle Aufgabe in der Jugendhilfe, möchte erklärtermaßen den von seiner Vorgängerin Saradj eingeschlagenen Kurs fortsetzen und in einem guten Miteinander die Einrichtungsleitungen und Teams der drei Caritas-Jugendhilfeeinrichtungen Jugendhilfeverbund St. Elisabeth mit Sitz in Fulda, Haus Carl Sonnenschein in Fritzlar sowie Gertrudisheim in Marburg bei ihrer Arbeit konstruktiv begleiten. Spitzenverbandlich möchte Vilmin nach seinem Bekunden auf Landes- und Bundesebene im Rahmen der Gremienarbeit dazu beitragen, die Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe insgesamt weiter zu verbessern. Dabei wäre es am einfachsten und effizientesten, so Vilmin, wenn die notwendigen Hilfen für unterstützungsbedürftige Kinder und Jugendliche mit oder ohne Behinderungen letztendlich aus einer Hand kämen.

 

Antrittsfoto mit Corona-Abstand vor dem Caritas-Haus: Dominique Vilmin, der neue Jugendhilfe-Ressortleiter, mit Diözesan-Caritasdirektor Juch und Vorstandsmitglied Erb (v. li.)

Noch etwas Geduld erforderlich

Betreuung der Caritas-Werkstatt-Mitarbeitenden weiter daheim und in den Wohngruppen – Betreuung im Werkstattbetrieb weiterhin nur ausnahmsweise und eingeschränkt   

 

Fulda (cif). Seit dem 24. März ist die Betreuung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Caritas-Werkstätten im Rahmen der Bekämpfung des Corona-Virus weitgehend ausgesetzt. Nun ist weiterhin Geduld bei den Werkstattmitarbeitenden gefragt: Gemäß der jüngsten Vorgabe aus Berlin und Wiesbaden wird dieser Schließungszustand bei den Werkstätten noch zumindest bis zum 3. Mai so anhalten. Das heißt, in den Werkstätten gibt es weiterhin nur eine Notbetreuung für diejenigen Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, deren Begleitung in ihrem sonstigen Umfeld nicht sichergestellt ist.   

 

Dabei wird aber natürlich auch mit den Heimgebliebenen seitens der Sozialen Dienste der Werkstätten ein regelmäßiger Kontakt gehalten. Daher weiß man in den Werkstattteams, dass viele Mitarbeitenden – so schön die überraschende Freizeit auch anfangs war – gerne wieder tätig sein und mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammentreffen wollen.  

„Wir freuen uns, dass die Werkstatt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter so motiviert sind und lieber heute als morgen gerne wieder in die Werkstätten kommen würden“, betonen Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und der Gesamtleiter Berufswege und Werkstätten, Bernd Wystrach, in einem gemeinsamen Statement. „Die Gesundheit der Werkstattmitarbeitenden hat jedoch selbstverständlich oberste Priorität für uns. Insofern haben wir Verständnis für die Verlängerung der Betriebseinschränkungen durch die Regierung, die ja ausschließlich dem Schutz einer Gruppe durch die Pandemie besonders gefährdeter Menschen dient!“

Man werde daher abwarten und bitte auch die Werkstattmitarbeitenden um noch etwas Geduld. Die Caritas-Behindertenhilfe werde dann aber für die Wiedereröffnung auch gut vorbereitet sein: Ein Rückkehr-Szenario für die Wiederaufnahme der Betreuung in den Werkstätten unter Einhaltung zum Beispiel eines Mindestabstandes zwischen den Arbeitsplätzen zur Verhinderung Ansteckungen mit dem Corona-Virus sei bereits an allen Standorten in Planung.

Die Werkstattmitarbeitenden sind zur Zeit zu Hause – wie hier Blandine Nattmann, Mitarbeiterin in Haselstein; sie hoffen aber bald wieder ihre Arbeit an den Werkstattarbeitsplätzen aufnehmen zu können. 
(Foto: Annerose Ottmann)

Caritas: Betreuung und Begleitung der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung bleibt sichergestellt

Hessische Regierung erlässt mit Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus ein eingeschränktes Betretungsverbot der Werkstätten für Menschen mit Behinderung 

 

Fulda (cif). Für einen großen Teil der Menschen mit Behinderung beziehungsweise der Personen mit psychischen Erkrankungen, die in den Caritas-Werkstätten der Region Fulda  tätig sind, gilt ab sofort ein von der Regierung im Zuge der Pandemie-Prävention erlassenes Betretungsverbot der Werkstätten – das heißt, dass sie zu Hause bleiben müssen. „Auch bei dieser Maßnahme steht das Wohl der betroffenen Menschen im Vordergrund“, erläutert Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. „Nicht mehr in die Werkstatt kommen sollen diejenigen Menschen, deren Betreuung in der Familie, in einem Wohnheim oder im begleiteten Wohnen sicher gestellt ist. Für diese ist es jetzt einfach risikoärmer, zu Hause zu bleiben.“

 

Die Werkstätten, so Juch, haben jedoch auch einen Betreuungsauftrag. Daher blieben sie für solche Mitarbeitenden geöffnet, deren Begleitung über den gesamten Tag anders nicht gewährleistet wäre. „So stellen wir sicher, dass keiner der betroffenen Menschen mit Einschränkungen durch die Maßnahmen Nachteile in seiner Betreuung hat.“

 

Ein besonderes Feld ist die Carisma-Werkstatt für psychisch kranke Menschen. „Diese Menschen leben oft alleine in eigenen Wohnungen“, erläutert Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach. „Damit sie aber keinesfalls vereinsamen und dann womöglich einen Rückfall in ihrer Krankheit erleiden, dürfen die betroffenen Personen eigenständig entscheiden, ob sie unser Angebot, zur Arbeit in die Werkstatt zu kommen annehmen oder nicht. Wichtig ist, dass sie sich stets gut aufgehoben fühlen!“  

 

Durch das Daheimbleiben der in den Wohngruppen lebenden Menschen mit Handicap bedarf es dort eines erhöhten Personalschlüssels, um auch die Tageszeiten durch Betreuer abzudecken, in denen normalerweise keiner in der Wohngruppe ist. „Hierfür nutzen wir die freiwerdenden personellen Kapazitäten der Werkstätten“, erläutert Caritasdirektor Juch. „Die Gruppenbetreuer der Werkstätten werden in dieser Phase ihren Dienst in den Wohngruppen absolvieren.“

 

Die Verordnung der hessischen Landesregierung hat nach jetzigem Stand Gültigkeit bis einschließlich 3. Mai 2020

Aus aktuellem Anlass

Bei der Caritas-Behindertenhilfe – in den Wohneinrichtungen und in den Werkstätten – haben zahlreiche Menschen mit ganz verschiedenen Einschränkungen ihren Lebensmittelpunkt. Diese Menschen sind jetzt auch auf Informationen angewiesen, was denn eigentlich los ist, was Corona-Virus bedeutet, und wie man sich schützen kann. Gar nicht so einfach zu erklären, wenn es in einfachen Worten sein soll. Das hessische Sozialministerium bietet aber online eine Seite an, in der alles Wesentliche zum Corona-Virus in leicher Sprache dargelegt ist. Super Idee – danke! Hier der Link zum Schauen, Vorlesen – und zum Weiterleiten. Ansonsten: Fürs Wochenende trotz allem Euch allen alles Gute! https://soziales.hessen.de/…/informationen-zum-corona-virus…

Ukrainische Caritas-Delegation besuchte Caritas-Einrichtungen rund um Fulda

Vertreter der Caritas Kolomyja nutzen Besuch in der EU, um auch in Deutschland Erkenntnisse über die Betreuung hilfebedürftiger Menschen zu gewinnen

 

Fulda, Haselstein (cif). Eine Caritas-Delegation aus dem westukrainischen Kolomyja nutzte eine Reise durch mehrere Länder der EU auch zu einem Besuch in der Region Fulda, um dort die Caritas-Einrichtungen „Altenpflegeheim St Josef“ in Fulda und „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ in Haselstein zu besichtigen. Kolomyja ist Bischofssitz der Nachbardiözese von Ivano-Frankivsk; mit dortigen Caritas verbindet die Caritas-Behindertenhilfe in Fulda eine bereits über zehnjährige Partnerschaft zum Aufbau von Selbsthilfestrukturen für Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen.

 

Mit der Caritas in Kolomyja hat die Fuldaer Caritas durch die nachbarschaftliche Nähe – die ukrainischen Städte Ivano-Frankivsk und Kolomyja liegen etwa 60 Kilometer auseinander – bereits ebenfalls einige fachliche Kontakte und freundschaftliche Begegnungen gehabt. Daher war man in den beiden Einrichtungen gerne bereit, die Gäste aus dem Osten herumzuführen und ihnen Informationen zu bieten. So diente der Besuch im Altenpflegeheim St. Josef, den Altenhilfe-Ressortleiterin Kristin Klinzing und Einrichtungsleiter Oliver Trousil organisiert hatten,  den Besuchern dazu, sich einen Überblick über stationäre Altenpflege zu schaffen, denn mittelfristig will die westukrainische Caritas den Schritt wagen und eine erste stationäre Pflegeeinrichtung für Senioren aufbauen.

 

In der Behindertenhilfe ist die Caritas Kolomyja bereits tätig und sucht neue Aufgabenfelde, die sie adaptieren kann. Besonders interessierte man sich dabei in Haselstein für den Rhöner Fruchtgenuss, denn Früchte und Kräuter, so Caritasdirektor Pfarrer Serhiy Tryfyak, habe man in den nahen Karpaten genug, und die mit Fruchternte und Verarbeitung verbundene Arbeit sei für Menschen mit Handicap gut erfassbar und umsetzbar. Aber auch die anderen Arbeitsstationen in der Werkstatt stießen auf großes Interesse, und zuletzt schloss man den Besuch mit einem Mittagessen auf Schloss Haselstein – gemeinsam mit allen Mitarbeitenden der Werkstatt, ab. Die Exkursion der ukrainischen Gäste nach Haselstein hatten Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach und Markus Reiter, der ihm im Sommer ins Amt folgen wird, vorbereitet. Vor Ort übernahmen Emil Wehner und Lothar Hanzog die Führung, der Werkstatt-Mitarbeitende Alexander Krassmann dolmetschte russisch – deutsch. Unsere Fotos zeigen ein Gruppenbild der Gäste aus Kolomyja und ihrer Fuldaer „Guides“ auf der Schlossterrasse sowie während des Rundgangs die Besichtigung in der Montagegruppe.

Spenden zur Unterstützung der Fuldaer Caritas-Ukraine-Partnerschaft sind online möglich: dazu einfach unter www.caritas-fulda.de in der Menüleiste „Engagement & Spenden“ anklicken. 

 

Ukrainische Gäste mit ihren Fuldaer „Guides“ auf der Schlossterrasse vor der Werkstatt Haselstein
Besichtigung der Haselsteiner Werkstatt-Arbeitsfelder – hier in der Montage-Arbeitsgruppe

Exkursion aus der Werkstatt Vinzenzstraße zur Emod-Motoren GmbH

Werkstatt-Mitarbeitende schauten sich an, wo „ihre“ Teile letztendlich verbaut werden

 

Fulda (cif). Eine Exkursion führte kürzlich eine Gruppe des Arbeitsbereichs Metallverarbeitung der Fuldaer Caritas-Werkstatt St. Vinzenz-Straße zum Elektromotorenhersteller EMOD.

Die Firma Emod-Motoren GmbH arbeitet bereits seit Jahren mit den Caritas-Werkstätten zusammen. Für die Menschen mit Behinderung war es daher sehr spannend einmal zu sehen, wo die verschiedenen Teile letztendlich eigentlich verbaut werden, die sie in ihrer Montagegruppe täglich auf dem Arbeitstisch haben und vorbereiten.

 

Insofern schaute man sich gerne in der großen Werkshalle und im imposanten Maschinenpark um, und Prokurist Jan Odenwald musste zahlreiche Fragen zu den Produktionsabläufen beantworten. Selbstverständlich wurde nach der umfangreichen Führung eine Gegeneinladung zum Besuch in die Caritas-Werkstatt ausgesprochen. Beiderseits freut man sich zudem über die weitere Zusammenarbeit. Unser Pressefoto mit den Exkursionsteilnehmern entstand vor der Emod-Werkshalle.

Neues Prinzenpaar in der Caritas Werkstatt Fulda gekürt

Diesjähriges Motto: “Hollywood”

Jedes Jahr wird aus dem großen Kreis der Mitarbeiterschaft der Caritas Werkstatt Fulda eine Prinzenpaar ausgelost, welches vom Zeitpunkt der Proklamation bis Aschemittwoch die Werkstatt “regiert”. In diesem Jahr sind dies Prinzessin Martina vom Waldschlössen sowie Prinz Stefan vom Alu mit dem blauen Kittel! Die Freude der Beiden war nach der Ernennung groß und alle fiebern schon jetzt der Fastnachtsveranstaltung am 13. Februar 2020 in Haimbach entgegen. Das diesjährige Motto der Feier ist “Hollywood” und Prinzessin Martina und Prinz Stefan sind schon jetzt gespannt, welche “Stars” ihrer Einladung folgen! 🙂
 
 
 

Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen des Caritas Wohnen

Im Rahmen des Jahresabschlusses 2019 konnten Vorstandsmitglied Ansgar Erb, Ressortleiter Dominique Vilmin und Leiter Wohnen Theo Münker den Mitarbeiterinnen Katja Becker und Nicole Oschmann (Wohnen) für ihre 25 jährige Mitarbeit im kirchlichen Dienst gratulieren.

Die Mitarbeiterinnen Monika Niestroj (Reinigung, Wäschepflege) und Anna-Lena Reus (Wohnen) wurden für 20  und 10 Jahre Zugehörigkeit zur Dienstgemeinschaft geehrt.

hintere Reihe v.l.: Leiter Wohnen Theo Münker, Vorsitzender der MAV David Hasenauer, Vorstand Ansgar Erb, Ressortleiter Dominique Vilmin
vordere Reihe v.l.: 10 Jahre: Anna-Lena Reus, 20 Jahre: Monika Niestroj, 25 Jahre: Nicole Oschmann u. Katja Becker

Wirksame und gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen ist das gemeinsame Ziel

Caritas-Behindertenhilfe und Psychiatrie Fulda bot Fachtag zur Umsetzung des Bundesteilhabegetzes – Teilnehmende kamen aus ganz Deutschland 

Fulda (cif). Mit der Inkraftsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zielte der deutsche Gesetzgeber auf Erfüllung der ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention und auf eine wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Handicap am gesellschaftlichen Leben. Kerngedanke bei den Neuerungen, mit denen sich Anbieter von Hilfestellungen und Dienstleistungen wie der Caritas-Behindertenhilfe nun auseinandersetzen müssen, ist es, dass die Betroffenen möglichst frei und individuell darüber entscheiden, welche dieser Angebote sie nutzen und aus ihrem durch Bedarfsermittlung festgelegtem persönlichen Budget „einkaufen“ wollen.

Bei einem von der Behindertenhilfe Fulda in Kooperation mit  Dresdner Institut „Bildung Coaching im Sozialwesen“ ausgerichteten Fachtag zeigte sich, welch große Beachtung derzeit Fachleute aus ganz Deutschland den Auswirkungen der neuen Gesetzeslage widmen, denn deutlich mehr als 100 Teilnehmende waren aus allen Himmelsrichtungen nach Fulda ins Bonifatius-Haus gekommen, um an der Veranstaltung teilzunehmen.  

In seiner Einführung sprach als Gastgeber und Moderator der Veranstaltung der Fuldaer Gesamtleiter Caritas Berufswege und Werkstätten, Bernd Wystrach, dann auch von einer allgemeinen Verunsicherung, denn die Anbietenden von Hilfestellungen für die Menschen mit Beeinträchtigungen nehmen zukünftig nur noch auf Wunsch des Betroffenen an der Hilfebedarfsermittlung als „Person des Vertrauens“ teil, müssen aber mit den Folgen umgehen, wenn ermittelte Bedarfe nach ihrem Dafürhalten eben nicht völlig kompatibel sind mit den Notwendigkeiten und Wünschen der Menschen mit Einschränkungen, die sich dann – etwa in einer Werkstatt am Arbeitsplatz – in der alltäglichen Praxis herauskristallisieren.

Das Auftaktreferat kam von Prof. Dr. Gerd Grampp, der zur  vollen und wirksamen Teilhabe durch wirkungsorientiertes Teilhabemanagement sprach. Dabei ging es ihm zunächst einmal darum, die Begriffe und Prozesse zu erläutern, die in dem neuen Steuerungsmodell der Träger der Eingliederungshilfe ihre Wirkung entfalten. Zwingend vorgegeben gemäß der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen seien die Überprüfung der Wirksamkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen seitens der Leistungserbringer – diese müssten sich selbstverständlich mit ihrer neu definierten Rolle auseinandersetzen und zu einem Modell der Leistungsbewertung kommen, das einerseits den gesetzlichen Anforderungen entspräche und andererseits aber auch die subjektiven individuellen Einschätzungen und Äußerungen der Klientel berücksichtige, mit denen man ja im Alltag unmittelbar konfrontiert sei.

Marco Winzer vom Kommunalen Sozialverband Sachsen argumentierte in seinem Vortrag zum Anspruch des Leistungsträgers an die Wirksamkeit von Teilhabeleistungen nach BTHG in ähnlicher Weise. Er unterstrich dabei aber die Vertragspartnerschaft von Leistungsträger und
-erbringer: Es ginge jetzt vor allem darum, im Zuge der Systemumstellung ein allgemein akzeptiertes Grundverständnis von Wirkung und Wirksamkeit zu entwickeln und den Rahmen auszutarieren,   was auch unter wirtschaftlichem Aspekt als angemessen gilt. Mit rechtlichen Fragen im Zusammenhang der vorgesehenen Wirkungskontrolle von Leistungen im Rahmen des BTHG setzte sich Rechtsanwältin Kerstin Stroth schließlich in ihrem Vortrag auseinander.

Der Fachtag wurde sodann zu den vorgestellten Themenblöcken mit Workshops fortgesetzt, deren Ergebnisse in einem Abschlussplenum zusammengetragen wurden. Einig war man sich darin, dass für die Zukunft besonders in der Frage der Hilfeplanerstellung prinzipiell ein „Nichts ohne uns“ gelten sollte: Der Betroffene sei bei der Hilfeplanerstellung, aber auch in der Bewertung der Wirksamkeit der Leistungen unbedingt einzubeziehen.

In drei Wochen schon Jahreswechsel – und drei ganz verschiedene Caritas-Kalender für das Jahr 2020 zur Auswahl

Im Caritas-Laden am Dom und am Caritas-Weihnachtsmarktstand erhältlich: Wandkalender „Ich und wir“, Buchkalender und Abreißkalender „Unser täglich Brot“

Fulda (cif). Erstmals in diesem Jahr hat die Caritas Fulda einen eigenen Kalender produziert: Der Wandkalender „Ich und wir“ stellt einen schönen Farbtupfer auf jeder Wand dar. Auf monatlich einer Seite zeigt er Prosa bzw. Lyrik von Menschen mit Handicap aus der Region, die sich aus Anlass von „50 Jahren Caritas-Werkstätten Fulda“ an einem Schreibwettbewerb beteiligt und mit ihren Beiträgen gewonnen hatten. Auch die Illustration der Texte stammt von den jeweiligen Autoren.

 

Der Caritas-Abreißkalender „Unser tägliches Brot“ und der Caritas-Buchkalender vom Lambertus-Verlag in Freiburg sind sozusagen gute alte Bekannte. Der Abreißkalender mit dem täglichen Kalenderblättchen bietet spirituelle Impulse und ermutigende Worte für jeden Tag; der Buchkalender mit seinen 160 Seiten beinhaltet neben dem Kalendarium Lesestoff unterschiedlichster Art von der Kurzgeschichte bis hin zu Gesundheits- und Ernährungstipps. Die Kalenderpreise der Caritas-Kalender haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Abreißkalender kostet im Einzelpreis 4,95 Euro, den Buchkalender gibt es für 5,90 Euro. Der Wandkalender „Ich und wir“ ist für 14,90 Euro zu haben.

 

Alle Kalender können noch bis zum 23. Dezember am Fuldaer Caritas-Weihnachtsmarktstand direkt neben der Stadtpfarrkirche erworben werden. Auch im Caritas-Laden in der Kanalstraße 7 nahe dem Fuldaer Dom sind sie erhältlich. Weitere Verkaufsstellen sind das Café bunt.Werk in der Edelzeller Straße 44 und in Fulda-Maberzell der Imkerei-Bedarfsladen bei der Werkstatt Carisma. Unser Foto zeigt die drei Kalender aus dem aktuellen Caritas-Angebot.