Archiv der Kategorie: Presse

Behindertenhilfe-Partnerprojekt mit Ukraine:

Caritas Fulda tritt ein Fahrzeug zur Personenbeförderung an Partnercaritas ab

Fulda, Iwano-Frankiwsk (cif ). Erneut startet eine Delegation der Caritas Fulda in das ca. 1.500 Kilometer östlich gelegene ukrainische Iwano-Frankiwsk , um die Fortschritte des Partner-Projektes der dortigen Caritas, den Fortschritt beim Aufbau eines Rehabilitationszentrums für Menschen mit Behinderung mit Arbeitsplätzen, therapeutischen Angeboten und Beratung für die Betroffenen und ihre Familien zu begutachten.

Wir befinden uns an einem sonnigen Morgen vor der Geschäftsstelle des Caritasverbandes in der Wilhelmstr. 2 in Fulda. Vor dem Gebäude ist ein roter Caritas Bus geparkt.  Es ist ein für uns üblicher Ford Transit, der zukünftig im Fahrdienst der Ukraine eingesetzt wird. Davor haben sich die Anwesenden zu einem Foto aufgestellt. Sie schauen uns freundlich an.

v.l.: Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach, Pressereferent Dr. Christian Scharf,
Diözesancaritasdirektor Dr. Markus Juch und Vorstandsmitglied Ansgar Erb

Als zusätzliches Geschenk zu der vereinbarten finanziellen Unterstützung entschied der Vorstand des Fuldaer Diözesanverbandes, ein Fahrzeug aus der Flotte der Behindertenhilfe der Caritas von Iwano-Frankiwsk zur Verfügung zu stellen. Dazu Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, der im Jahr 2010 selbst eine Besuchsdelegation nach Iwano-Frankiwsk begleitete: „Die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen in der Ukraine sind mit denen bei uns nicht vergleichbar. Das Leben ist dort schon für nicht behinderte Menschen hart. Für behinderte Personen gibt es kaum Strukturen. Da leistet die Caritas in Iwano-Frankiwsk etwa 150 Kilometer südlich von Lemberg hervorragende Aufbauarbeit. Das wollen wir unterstützen. Der Wagen wird helfen, auch behinderte Menschen in die Hilfe einzubeziehen, die bisher nicht ins Rehabilitationszentrum gelangen konnten“. Ansgar Erb, Vorstandsmitglied und für das Arbeitsfeld Behindertenhilfe zuständig, ergänzt: „Ein behindertengerecht ausgestatteter Kleinbus mit Auffahrrampe für Rollstühle ist für die ukrainische Caritas kaum erschwinglich. Insofern hat dieses Fahrzeug – auch wenn es gebraucht ist – für unseren Schwesterverband in Osteuropa einen wirklichen Mehrwert und wird dort sicher viele Jahre gute Dienste tun!“

Unser Foto zeigt Dr. Markus Juch und Ansgar Erb rechts im Bild. Links daneben Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach und Pressereferent Dr. Christian Scharf, die das Fahrzeug mit drei weiteren Caritas-Mitarbeitern nach Iwano-Frankiwsk überführen werden.

Girls- and Boys-Day 2011

Einblicke in die Arbeitsfelder der anderen

Im Rahmen des Girls- and Boys-Day 2011 arbeiteten in unserer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen insgesamt 5 Mädchen und 2 Jungen aus verschiedensten Schulen im Landkreis Fulda mit.

Wir befinden uns in der Schlosserei der Werkstatt für behinderte Menschen. Eine Schülerin sitzt neben einem Mitarbeiter und bereitet Teil zur Weiterverarbeitung vor. Im Hintergrund ist eine CNC-Maschine zu sehen. Sie wird von einem weiteren Mitarbeiter bedient, der gerade zu uns schaut.

In der Schlosserei unserer WfbM

In den Caritas Werkstätten Fulda arbeiten über 200 Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Dazu zählen die Bereiche Industriemontage und Konfektionierung, Elektromontage, Schlosserei, Näherei, Küche, Garten- und Landschaftspflege sowie eine Wäscherei.

Wir befinden uns in einer der Verpackungsgruppen. Ein Mitarbeiter sichert einen gerade gefalteten Pappkarton mit einen Klebeband. Den Abroller hält er in seiner rechten Hand. Neben ihm sitzt eine Schülerin. Beide schauen uns fröhlich an. Hinter ihnen sind große Regalwände mit Verpackungsmaterialien zu sehen.

In einer Verpackungsgruppe unserer WfbM

Die Mädchen und Jungen erhielten somit einen Einblick in die Arbeitswelt der behinderten Menschen. Dazu gehörten zum einen die Begegnung und das Zusammentreffen mit den Mitarbeitern als auch das Kennenlernen der unterschiedlichsten Arbeitsfelder.

Wir befinden uns in einer der Montagegruppen. Die Mitarbeiter sitzen in mehreren Reihen vor kleinen Maschinen, die sie bedienen. Eine Schülerin mit langen Haaren schaut freundlich hinter einer Presse hervor. Neben ihr sitzt ein Mitarbeiter, der uns ebenfalls freudig anlächelt. Er bedient die gleiche Maschine.

In einer der Montagegruppen unserer WfbM

Die Mädchen verbrachten den Tag in den Bereichen Schlosserei sowie Industriemontage und Konfektionierung, die beiden Jungen bekamen einen Einblick in die Unterstützung von Menschen, welche auf umfassendere Hilfe angewiesen sind.

 

 

BESUCH DER CARITAS-WOHNHEIME IN DER EDUARD-STIELER-SCHULE

Frühlingsfest – Begegnung von Menschen mit Behinderungen mit Schülern der Berufsfachschule Fachrichtung Gesundheit der Eduard-Stieler-Schule Fulda am 30.03.2011

Nach wochenlangen Vorbereitungen im Unterricht von Frau Voortmann und Frau Schmidt war es endlich so weit: Insgesamt 29 Bewohnerinnen und Bewohner der Caritas-Wohnheime St.-Vinzenzstraße in Fulda machten sich zum gemeinsamen Frühlingsfest in die Eduard-Stieler-Schule auf.

Wir blicken auf eine lange Kaffeetafel, an der schi viele Jugendlichen, behinderte Menschen und Betreuer versammelt haben. Vor jedem steht ein Kaffeegedeck. Die Tafel ist mit großen Kaffeekannen, Gläsern, Milch  und Blumenschmuck bestückt. Die Anwesenden reagieren unterschiedlich. Viele unterhalten sich. Einige schauen uns an.

Gemeinsame Kaffeetafel am 15.03.2011 in Gruppe Philipp

Im Vorfeld hatten die Schüler die Bewohner ebenfalls besucht und bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen in deren Zuhause kennengelernt. Die Schüler kamen mit durchaus gemischten Gefühlen zum Besuch, da ihnen vieles unbekannt war. „Wie wohnen Menschen mit Behinderungen“ fragten sich die Schüler, oder „wie kann ich mit ihnen sprechen?“ Innerhalb kurzer Zeit waren alle Vorurteile und Zurückhaltung überwunden und bei einem gemeinsamen Billardspiel entstanden konkrete Ideen für das geplante Frühlingsfest in der Schule. Fazit von Jessica: „Ich freue mich richtig auf den Gegenbesuch!“ Diese Begeisterung wurde in den Unterricht getragen, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrerin Frau Bleifuß überzeugten, auch zu der Feier zu kommen.

Wir sind in einer Küche zu Gast. Vor uns steht auf einem Tisch ein Blech mit Pizzaboden. Dieser muss noch belegt werden. Daneben sind 3 Besucher und eine Frau mit einem anderen Blech beschäftigt. Us Schüsseln nehmen sie den Belag und bestücken die Pizza. Im Hintergrund ist eine Fensterseite und eine Wand mit vielen Hängeschränken zu sehen.

Gemeinsame Vorbereitungen für eine leckere Pizza

Diese Vorfreude teilten auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich zahlreich am 30. März nach Arbeitsschluss auf den Weg in die Schule machten. Einige von Ihnen waren hier sogar mal selbst Berufsschüler und erinnern sich noch gut an die Zeit.

Zur Begrüßung verteilten die Schüler selbstgebastelte Namensschilder, um jeden gleich persönlich ansprechen zu können. Mirjeta stellte das Programm vor und schon kurz darauf starteten an verschiedenen Orten Aktionen wie z.B. Eier färben, Pizza belegen, Hasenohren basteln, Handabdrücke herstellen, Schminken, Tasten und Osternester fertigen.

Im Mittelpunkt des Bildes steht eine engagierte tanzende Frau. Um sie herum haben sich weitere Personen dazu gesellt, die ebenfalls ihren Schritten folgen.  Weitere Anwesende freuen sich, als Zuschauer an diesem frohen Treiben dabei zu sein.

Yando´s Hip-Hop-Kurzlehrgang

Besonders lautstark ging es beim Eierlauf im Flur zu, wo wilde Anfeuerungsrufe die Wettkämpfer motivierten. Da hier fast alle teilnahmen, waren die selbstgebastelten Medaillen bald knapp, so dass später nur 3. Plätze zu vergeben waren, was aber keinen störte.

Mit gemeinsamem Essen und einer Einführung in Yando´s Hip-Hop-Kenntnisse ging die Veranstaltung langsam zu Ende. Die Teilnehmer tanzten voller Elan und endeten mit dem Wunsch, das gelernte in der Disco zu zeigen.

Gefühlt verging die Zeit bis zum Abschied viel zu schnell, so Lisa: „Schade, dass sie schon gehen müssen! Wir hatten doch so viel Spaß und hätten gern noch weitergetanzt.“

Unterm Strich bleibt für alle eine Gewinn: Die Schülerinnen und Schüler nehmen sicher weit mehr an persönlichen Erfahrungen mit, als es in „normalem“ Unterricht möglich wäre. Und die Bewohnerinnen und Bewohner hatten eine wunderschöne Begegnung, die vor allem von Wertschätzung im gemeinsamen Tun geprägt war. „Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder, und vielen Dank für euer Engagement für uns“, so Volker auf dem Weg nach draußen.

Die Reise nach Jerusalem

Vorbereitung auf Ostern

In der Tagesförderung der Caritas-Werkstätten haben sich mit Assistenz der GruppenleiterInnen interessierte Personen als Auftakt für die 40 tägige Fastenzeit auf den Weg nach Jerusalem begeben.

Wir sehen eine Landkarte von Europa, Asien und Afrika. Von unten reicht eine Hand ins Bild. Mit dem gestreckten Zeigefinder weißt derjenige auf Jerusalem.

Mit der Tagesförderstätte unterwegs
zum Osterfest.

In der Fastenzeit bereiten wir uns auf das bevorstehende Osterfest vor. Dies tun wir mit Hilfe einer Zeitreise.

Wir stellen uns Jesus vor, wie er sich damals für eine Zeit durch die Wüste nach Jerusalem begab. In diesen Tagen lebte er nur vom Allernötigsten und betete viel.

Nachdem wir unser Ziel auf der Karte geortet haben, packen wir unseren Koffer mit den unterschiedlichsten Dingen.

Drei behinderte Menschen packen einen Koffer. Der Koffer steht rechts vorn im Bild. Eine Frau legt einen Schuh hinein. Im Koffer befinden sich schon viele brauchbare Gegenstände.

Wir packen den Koffer.

Wir stellen fest, dass viele Dinge gar nicht gebraucht werden und sortieren aus.

Die Drei sitzen um den geöffneten Koffer und schauen auf  die ausgepackten Dinge. Vor dem Koffer liegen: ein Fön, ein Kissen, Schampon und Süßigkeiten.

Wir räumen aus, was wir nicht brauchen.

Wir begeben uns sinnbildlich auf die Reise nach Jerusalem und versuchen uns die Bedingungen in der Wüste vorzustellen.

Wir befinden uns auf der Straße. Die Drei aus der Tagesförderstätte sind unterwegs. Eine Frau schiebt ihren Begleiter im Rollstuhl. Die zweite Frau trägt den Koffer.

Wir gehen los.

Wir gehen langsam und wollen mit Brot und Wasser sparen. Unser Brot und Wasser reicht noch aus, um uns auszuruhen und zu stärken.

Wir sind im Speiseraum in der Tagesförderstätte. Unsre Drei sitzen am Tisch und stärken sich. Auf dem Tisch steht Wasser. In den Händen halten sie Brot.

Wir stärken uns.

Als Ziel dieser anschaulichen Begleitung stehen sowohl der Ausbau der Kommunikationsfähigkeit, des Kontaktes und der Kooperation als auch der Entwicklung von Förderung von Bewegungsabläufen, das Halten von Gegenständen und das Erspüren von unterschiedlichen Materialien.

In der Kleingruppe wollen wir Selbständigkeit und Selbstkontrolle fördern und das damalige Ereignis vergegenwärtigen.

Das Angebot soll dazu dienen, aktiv religiöses Erleben zu ermöglichen und die Fastenzeit und Osterbotschaft zu erfassen. Gemeinsam soll entdeckt werden, was für den einzelnen wertvoll und lebensnotwendig ist. In der Gruppe wurden zudem viele taktile Erfahrungen gemacht.

Religiöse Begleitung durch die christlichen Feste im Jahreskreis ist eines von vielen Angeboten im Rahmen der Tagesförderung der Werkstätten.

 

 

 

Dank kräftigem Zuschuss von Aktion Mensch

Heimbewohner in Michelsrombach mit neuem Fahrzeug jetzt wesentlich mobiler

Fulda, Michelsrombach (cif). Offiziell in Betrieb genommen wurde von der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie gemeinsam mit den Bewohnern der Wohngruppe Michelsrombach ein nagelneuer, mit Linearlift ausgestatteter Ford Transit.

Alle Bewohner, das Betreuerteam und die Verantwortlichen des Caritasverbandes haben sich vor dem roten Fort-Transit aufgestellt. Die Hecktüren sind geöffnet und der Linearlift ist ausgefahren. Auf dem Lift steht ein Rollstuhl mit einer gehbehinderten Bewohnerin.

Unser Foto entstand bei der Fahrzeugpräsentation und zeigt die Wohngruppenmitglieder sowie
das dortige Caritas-Mitarbeiterteam gemeinsam mit Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb,
Ressortleiter Behindertenhilfe Ernst-Paul Walter und den Leiter der Wohnheime Theo Münker.

Der Kleinbus, der von der Deutschen Behindertenhilfe – Aktion Mensch mit gut 37.000 Euro zu einem erheblichen Teil mitfinanziert wurde, wird ab sofort zur Beförderung der geistig und körperlich behinderten Wohngruppenmitglieder eingesetzt. Dank der Sonderausstattung des Fahrzeuges ist auch die Beförderung von Bewohnern mit Rollstuhl sehr einfach möglich.

 

Wir sehen das Logo der Aktion Mensch. Mit roten großen Buchstaben ist das Wort Aktion geschrieben. Über dem O, welches au gemalt ist, wurde mit weißen kleinen Buchstaben das Wort Mensch gestaltet. Unter diesen Wörter ist in schwarzer schmaler Schrift der Satz: „Das wir gewinnt“ geschrieben.

Der Fahrdienst umfasst individuelle Fahrten einzelner Bewohner für z. B. Arzt und Therapeutenbesuche oder zur Wahrnehmung von Reha-Maßnahmen, aber das Fahrzeug ermöglicht auch die Teilnahme mehrerer Personen an öffentlichen Kulturveranstaltungen in der Region oder die Durchführung von Ausflügen. Die Leitung der Caritas Behindertenhilfe sowie das Wohngruppenteam in Michelsrombach versprechen sich durch den neuen Kleinbus die deutliche Verbesserung der Mobilität und im Zuge dessen noch mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für jeden einzelnen Bewohner im Caritas-Wohnheim Michelsrombach.

… weitere Eindrücke:

Viele Bewohner und Herr Ernst-Paul Walter probieren die neuen Lift aus. Die Rollstuhlfahrerin ist bereits auf den Lift gefahren. Staunend erwarten die Anwesenden, wie es weitergeht.

Die Bewohner nehmen ihr Fahrzeug in Besitz.

Wir schauen in die geöffneten Hecktüren des neuen Fahrzeugs. Die Gruppenleiterin hat die Rollstuhlfahrerin rückwärts auf die Rampe gefahren. Alle anderen schauen auf den Rollstuhlfahrerin. In wenigen Augenblicken wird sie der Lift in den Bus heben.

Neuste Technik für Rollstuhlfahrer.

 

 

Caritas-Gesamtwerkstattrat im Landratsamt

Informatives Gespräch über die UN-Behindertenrechtskonvention

Fulda (cif). Einen Besuch im Landratsamt des Kreises Fulda unternahm kürzlich der Gesamtwerkstattrat der Caritas Werkstätten, der die Interessen der 490 Beschäftigen an den fünf Standorten vertritt. In Beisein von Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach und Ansgar Erb vom Caritas-Vorstand empfing der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Heiko Wingenfeld die Delegation von etwa 15 Personen zu einem ausgiebigen Gespräch. Nachdem Dr. Wingenfeld den Werkstatträten mittels einer Präsentation das Gefüge des Landkreises sowie die Struktur der Verwaltung und seine eigene Funktion als Erster Kreisbeigeordneter dargelegt hatte, stellte ihm der Vorsitzende des Werkstattrates Matthias Boecken im Gegenzug den Werkstattrat mit seinen Mitgliedern vor und erläuterte die Funktion des Gremiums als Mitentscheidungsinstrument und Sprachrohr der behinderten Werkstattmitarbeiter gegenüber der Einrichtungsleitung.

Wir befinden uns im Landratsamt. 16 beteiligte Personen haben sich zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Hinter zwei Rollstühlen stehen in zwei Reihen die Vertreter des Werkstattrates. Im Hintergrund sind 2 Fenster und Fahnen zu sehen. An den Wänden sind Bilder in Augenhöhe aufgehängt. Kreisbeigeordneter Wingenfeld steht links im Bild und hält ein Präsent aus den Werkstätten in der Hand.

Gruppenbild mit dem Ersten Kreisbeigeordneten:
Der Caritas-Gesamtwerkstättenrat war zu einem Austauschgespräch im Landratsamt zu Gast.

Hauptthema der insgesamt fast zweistündigen Gesprächsrunde war der Inklusionsgedanke, der – verankert in der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen – gesamtgesellschaftlich auch in Deutschland verbindlich umgesetzt werden soll. Kreisbeigeordneter Wingenfeld verdeutlichte, dass im Landkreis auf vielen Ebenen dieses Anliegen nicht nur sehr ernst genommen wird, sondern dass man nach seiner Einschätzung auch bereits viele Schritte eingeleitet habe, um dem hohen Anspruch der Konvention gerecht zu werden. So sei in den vergangenen Jahren durch Baumaßnahmen vieles getan worden, die Gebäude barrierefrei umzugestalten. Auf dem Gebiet der Bildung sei man intensiv dabei, Möglichkeiten und Angebote zu schaffen, damit Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen sowie ihre Familien Wahlmöglichkeiten haben, denn – so Wingenfeld – Inklusion beinhalte auch die Freiheit, sich etwa bei der Schulbildung individuell für eine Variante – z. B. Förderschule oder Assistenz – zu entscheiden und nicht ohne Alternative das vermeintliche Nonplusultra vorgegeben zu bekommen.

Einig war man sich darin, dass Inklusion sich vor allem im Kopf aller Menschen abspielen müsse. Viele Dinge seien bereits auf den richtigen Weg gebracht, doch entscheidend für den Erfolg sei letztendlich, dass nicht behinderte Menschen das Zusammenleben mit Personen mit Handicap als völlig normal erachteten. So wünschten sich die Mitglieder des Werkstattrates den Respekt und auch die angemessene Anerkennung der Leistungen der Werkstätten als wirkliche Partner der Betriebe und Wirtschaftsunternehmen.

Mit einem Rundgang durch das Landratsamtsgebäude, bei dem es gleich noch Verbesserungsvorschläge im Sinne der Inklusion seitens der Caritas-Delegation für den Ersten Kreisbeigeordneten gab – „Die Beschilderung der Behindertentoilette muss unbedingt auffälliger sein, damit auch externe Besucher den Weg ohne Nachfragen finden können!“ – sowie einem gemeinsamen Mittagessen in der hauseigenen Kantine wurde der Besuch des Werkstattrates im Landratsamt abgeschlossen.

… weitere Eindrücke vom Besuch:

In einem Konferenzraum des Landratsamtes  sitzen am rechten Flügel 8 Mitglieder des Gesamtwerkstattrates. Vor Ihnen im Plenum steht der Beigeordnete Herr Wingenfeld. Er spricht zu den Anwesenden. Seine Hände unterstützen die Kommunikation. Die Werkstattmitarbeiter hören gespannt zu.

Der Erste Kreisbeigeordnete referiert vor dem Werkstattrat.

Vor einem Fenster stehen ein Mitarbeiter und der Erste Kreisbeigeordnete. Beide schauen auf eine Karte, die der Mitarbeiter  in der linken Hand  hält. Es ist die Visitenkarte der neuen Gruppe: Fruchtgenuss. In der rechten Hand hält der Mitarbeiter eine Auswahl von selbst hergestellten Marmeladen.

Ein Mitarbeiter übergibt dem Ersten Kreisbeigeordneten ein Geschenk.

 

 

Besuch der Werkstättenmesse 2011 in Nürnberg

Wir waren dabei!

Am 18.03.2011 besuchten 16 Mitarbeiter der Caritas Werkstätten Fulda die Werkstättenmesse in Nürnberg. Unter den Teilnehmern war auch der Werkstattrat vertreten.

Ein Teil der Gruppe hat sich in einer Oldtaimerspendenaktion versammelt. Ein alter Traktor wird von den Mitarbeitern in Beschlag genommen. Die Gruppenmitglieder schauen uns an. Im Hintergrund sind Plakate von der Spendenaktion zu sehen.

Ein restaurierter Traktor war ein besonderer Anziehungspunkt für unsere Mitarbeiter.

Neben einem Fachvortrag konnten sich die Teilnehmer an vielfältigen Ständen über die Arbeit in anderen Werkstätten deutschlandweit informieren. Unterschiedlichste selbst hergestellte Produkte, wie etwa selbst geschreinerte Stühle, aber auch Produkte aus dem kreativen Bereich, wie beispielsweise handgemachte Taschen, Kalenderbücher und vielfältigste Dekorationsartikel konnten bestaunt werden. Des Weiteren wurden unterschiedlichste Produktionsmaschinen vorgestellt und vorgeführt.

Die Gruppe hat sich zu einem gemeinsamen Foto aufgestellt. Im Vordergrund stehen 2 Rollstuhlfahrer. Um sie herum haben sich alle anderen versammelt. Im Hintergrund sehen wir die Messehalle.

Gruppenfoto vom gemeinsamen Besuch der Werkstattmesse.

Insgesamt war die Messe eine sehr interessante und gelungene Ausstellung, welche zu großer Begeisterung bei den Mitarbeitern führte. Gerne werden wir auch im nächsten Jahr eine Fahrt zur jährlich stattfindenden Werkstättenmesse anbieten.

 

Im Beisein von Weihbischof Diez

wurde das neue Wohnheim in Maberzell offiziell übergeben

Fulda-Maberzell (cif). Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnte nun das neue Caritas-Wohnheim für psychisch kranke Menschen inmitten Fulda Maberzell an der Rittlehnstraße feierlich eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Caritas-Aufsichtsratsvorsitzenden Monsignore Elmar Gurk sprach Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez im Rahmen eines Wortgottesdienstes den Segen über das neue Haus.

Die anwesenden Vertreter aus Kirche, Politik und Caritas haben sich mit den Bewohnern vor dem Neubau zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Das Wohnheim ist als hellbeiger  Winkelbau erstellt. Der vordere Teil ist einstöckig  mit einem Flachdach gestaltet. Der hintere Bauabschnitt ist zweistöckig mit einem flachen, roten Ziegeldach bedeckt.

Feiergemeinschaft vor dem neuen Wohnheim

Diez zeigte sich dabei beeindruckt vom Konzept für die neue Einrichtung, das vor allem auf seelisch Kranke mit erheblichem Unterstützungsbedarf ausgerichtet ist. So will das Team der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie am neuen Standort den hilfebedürftigen Menschen so beistehen, dass ihnen dabei alle Freiräume der eigenständigen Lebensgestaltung offen bleiben. Jeder Bewohner im neuen Haus hat ein eigenes Zimmer mit barrierefreiem Bad, darüber hinaus ermöglichen Gemeinschafträume eine gemeinschaftliche Tagesbetreuung, an der auch externe Menschen mit psychischer Erkrankung teilnehmen können. Die Baumaßnahme kostete insgesamt 1,4 Millionen Euro. Zuschüsse in Höhe von jeweils 300.000 Euro kamen vom Hessischen Sozialministerium und vom Landeswohlfahrtsverband. Die Aktion Mensch steuerte einen Zuschuss von 250.000 Euro bei.

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch ging in seiner Ansprache auf das Ziel der Inklusion ein. Das neue Wohnhaus sei ein solcher Baustein zur Inklusion, unterstrich er, denn es ginge darum, behinderte und psychisch kranke Menschen möglichst maßgebliche Unterstützung zu geben, damit jeder im Rahmen seiner individuellen Wünsche und Möglichkeiten leben, wohnen und arbeiten könne. Die neue Einrichtung sei für seine bereits eingezogenen zwölf Bewohner genau die richtige und angemessene Hilfe. Für andere Betroffene greife zum Beispiel das Konzept des betreuenden Wohnens besser, daher müsse Caritas-Hilfe möglichst variabel und vielschichtig sein.

Wir sind zu Gast im Wortgottesdienst. Drei Bewohner haben sich am Ambo zum Verlesen der Fürbitten aufgestellt. Herr Weihbischof Diez und Diakon Gebauer stehen links daneben. Der Raum ist mit einem blühenden Gisterstrauch geschmückt.

Bewohner gestalten den Wortgottesdienst mit

Ähnlich argumentierte der Leiter des Ressorts Behindertenhilfe, Ernst-Paul Walter, in seinem Fachvortrag. Er legte dar, dass Wohnheime heute nichts mehr zu tun haben mit dem Etikett der Fremdbestimmung, das ihnen noch vor dreißig Jahren anhaftete. Ziel heute sei es natürlich, Hilfe immer in erster Linie ambulant auszulegen. Aber dort, wo es nötig sei, einzelnen Menschen ein Höchstmaß an Sicherheit und Geborgenheit zu bieten, würde die Caritas dies in entsprechenden stationären Einrichtungen vorhalten. Das neue Wohnheim in der Rittlehnstraße entspreche dieser grundsätzlichen Maßgabe.

Wir befinden uns ine einem neu errichteten Zimmer. Der Weihbischof spricht mit der Bewohnerin. Sie schaut ihn an. Im Zimmer steht ein Bett mit einem kleinen Schrank. An der Wand hängt ein Holzregal, eine Pinwand und ein Kreuz.

Besichtigung und Segnung der Zimmer

Grußworte aus den Reihen der zahlreichen Gäste von Kirche, Politik, Wirtschaft und Freunden und Förderern der Caritas kamen u. a. vom Fuldaer Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel, dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld und Liane Grewers vom Hessischen Sozialministerium.

Fruchtige Brotaufstriche, Säfte, Liköre…

Caritas Werkstatt Schloss Haselstein startet mit dem „Rhöner Fruchtgenuss“

 Haselstein (cif). „Rhöner Fruchtgenuss“ – das sind fruchtige Brotaufstriche, Gelees, Säfte, Sirups und Liköre – alle gefertigt aus handgelesenen Früchten der Rhön. Diese fruchtigen Produkte fertigt nun eine Mitarbeitergruppe der Caritas Werkstätten für behinderte Menschen auf Schloss Haselstein.

Wir befinden uns in der neuen Wirkungsstätte der Gruppe Fruchtgenuss. Am großen Arbeitstisch, auf dem leckere Produkte etikettiert und verpackt werden, haben die 7 neuen Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz eingenommen. Sie schauen während ihrer Tätigkeit zu uns. Hinter ihnen stehen die Verantwortlichen der Einrichtung und des Caritasverbandes.

Präsentation „Rhöner Fruchtgenuss“: Hinter der Arbeitsgruppe (v. li.): Ute Krenzer, Gruppenleiter Markus Wingenfeld,
Einrichtungsleiter Michael Wehner, Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Vorstandsmitglied Ansgar Erb.

Mit sieben Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ging man jetzt in den neu hergerichteten Produktionsräumen an den Start, doch nach Schätzung von Einrichtungsleiter Michael Wehner werden am Ende bis zu 14 Arbeitsplätze in diesem Tätigkeitsfeld möglich sein, denn es gibt in diesem Zusammenhang sehr verschiedene Aufgaben: Früchte müssen verarbeitet, Gläser abgefüllt und etikettiert, das Lager immer wieder aufgefüllt werden. Da die Ware teilweise online unter www.rhoener-fruchtgenuss.de geordert wird, müssen diese und andere Bestellungen bearbeitet werden. „Wir sind auch dabei, bis Ostern noch einen kleinen Verkaufsladen auf dem Schloss-Gelände einzurichten. So kann man auch gerne hierher kommen und sich die Produktpalette in Ruhe einmal anschauen“, betont Werkstattleiter Wehner.

Wir blicken auf den Arbeitstisch, an dem 3 Mitarbeiter tätig sind. Ein Mitarbeiter klebt Etiketten an Marmeladengläser. Ein anderer faltet Etiketten und befestigt einen Aufhänger. Vorgefertigte Verpackungen werden mit fertigen Gläsern gefüllt.

Die Haselsteiner Arbeitsgruppe „Rhöner Fruchtgenuss“ beklebt marmeladengläsern mit Etiketten
und verpackt diese für die Verschickung.

In einem weiteren Schritt will man auf dem Gelände um das Werkstattschloss auch Obstgärten anlegen, so dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich auch mit der Obstpflanzenhege und Ernte beschäftigen können. Die Idee für den Fruchtgenuss stammt von der Rhönerin Ute Krenzer, die nun das vielseitige Geschäftsfeld an die Haselsteiner Werkstatt abtritt. Sie wird neben Gruppenleiter Markus Wingenfeld die beteiligten Werkstattmitarbeiter einarbeiten und betreuen, dazu wird sie beim Rhöner Fruchtgenuss für Akquise und Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein. Im Rahmen einer Presseveranstaltung bedankten sich Diozesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Vorstandsmitglied Ansgar Erb ausdrücklich bei Frau Krenzer für die Übergabe des gut eingeführten Geschäftsfeldes und für die fruchtbare Zusammenarbeit. „Im Sinne der von uns angestrebten Inklusion ist das neue Geschäftsfeld ideal,“ unterstrich Caritasdirektor Juch, „denn sowohl über die Ernte als auch über den Verkauf kommen unsere Mitarbeiter mit Kunden und Passanten in Kontakt. Das macht die Arbeit noch attraktiver für sie, denn solche Kontakte bedeuten ja letztendlich auch Abwechslung im Arbeitsalltag.“

Onlineshop

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Caritas Gesamtwerkstättenrat bei Firma zu Gast

Gesprächsreihe zur UN-Konvention für Menschen mit Behinderung fortgesetzt

Fulda, Kalbach (cif). Im Rahmen ihrer im Herbst 2010 aufgenommenen Gesprächsreihe zur UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen besuchten die Mitglieder des Werkstattrates kürzlich die Firma Desoi in Kalbach. Man wollte das von der dortigen Geschäftsleitung angebotene Treffen nach Bekunden von Teilnehmern gerne nutzen, um diesen mittelständischen Betrieb und bedeutenden Partner der Caritas-Werkstätten zum einen noch genauer kennenzulernen und zum anderen über die weitere Kooperation – auch aus dem Blickwinkel der mit der UN-Konvention angestrebten Inklusion – zu sprechen.

An der Giebelseite der Geschäftsstelle der Firma sehen wir die Aufschrift Desoi Injektionstechnik. Vor diesem zweistöckigen Haus mit betonten Fernsten und einen Blauen Zierstreifen haben sich die Beteiligten zu einem Gruppenfoto aufgestellt. In der ersten Reihe stehen zwei Rollstühle. Sonnenstrahlen erhellen die Gesichter der Anwesenden.

Gruppenfoto der Werkstatträte, der Caritasmitarbeiter und Firmenvertreteer

 

Nach den bereits erfolgten Vorgesprächen des Werkstattrates innerhalb des Caritasverbandes u. a. mit Vorstandsmitgliedern und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch war es erklärtes Ziel des Werkstattrates gewesen, auch mit Entscheidungsträgern in der Wirtschaft zu dieser Frage ins Gespräch zu kommen, welcher Art mittelständische Betriebe zur Inklusion speziell im Zusammenhang mit der Teilhabe am Arbeitsleben beitragen können.

Wir befinden uns in einer Werkhalle des Betriebs. Vor einem Automaten spricht Herr Desoi zu den Gästen. Die beiden Rollstuhlfahrer haben sich links positioniert. Rechts sind 2 Mitarbeiter der WfbM zu sehen. Im Hintergrund ist ein Tor und eine Tür zu sehen.

Gespräche in der Produktionsstätte

Im Rahmen des Besuches stellten die Geschäftsführer Martin Desoi und Michael Engels ihren Gästen zudem den Betrieb in einem Rundgang vor und machten sie mittels einer anschaulichen Präsentation mit der Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen 30 Jahren bekannt. Desoi mit seinen 70 Mitarbeitern hat als kompetenter Berater bei Bauschäden weltweite Bekanntheit und ist spezialisiert auf so genannte Einspritzdübel, die bei Tunnelbau und Betonsanierung zum Einsatz kommen – Produkte made in Germany, die auch in den Caritas Werkstätten vor- und endgefertigt werden. Die Desoi-Geschäftsführer – so betonten sie – seien sehr zufrieden mit dem Beitrag der Werkstätten als Zulieferbetrieb und lobten die Qualität der Zusammenarbeit, zumal die Caritas-Teams gelegentlich auch „verlässliche“ Problemlöser seien, wenn es um Produktionsanfragen gehe, die kurzfristig zu befriedigen seien.

Internetpräsentation der DESOI Injektion

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