Archiv der Kategorie: Presse

UN-Konvention für Behinderte als Maßstab:

Neues Durchführungskonzept der Caritas Berufswege für Berufsbildungsbereich

Fulda (cif). Teilhabe an Bildung und Arbeit für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung ist mehr denn je ein Grundrecht der Betroffenen, denn gemäß der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen sind diese Rechte dort verbrieft, wo die UN-Konvention gültig ist, also auch in Deutschland! Die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie hat dementsprechend daher ein neues Durchführungskonzept für den Berufsbildungsbereich der Caritas Werkstätten erarbeitet. Als weiterer Baustein fügt sich dieses Konzept in die Gesamtkonzeption von Caritas Berufswege Fulda ein.

Wir befinden uns in einem Folienzelt. Wir sehen wie ein Lehrmeister einen Zweig beschneidet. Eine Schülerin zur linken und ein Schüler zur rechten machen es ihm nach. Alle drei Personen haben grüne Schürzen an.

Zum Beispiel Gärtnerei und Gartenbau:
Im Berufsbildungsbereich geht es darum, sich
auszuprobieren, Stärken zu entdecken und
das gewünschte Arbeitsumfeld zu wählen.

Mit dem neuen Durchführungskonzept von Caritas Berufswege soll in erster Linie einem Automatismus bei der beruflichen Laufbahn der betroffenen Personen von der Werkstufe der Förderschule über den Berufsbildungsbereich hin zur Werkstatt für Menschen mit Behinderungen entgegengewirkt werden. Denn erfahrungsgemäß gelingt es immer wieder, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen erfolgreich in reguläre Arbeitsverhältnisse am Allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Daher soll im Rahmen des neuen Durchführungskonzeptes bei jedem einzelnen ganz individuell während der Zeit im Berufsbildungsbereich anhand der vorhandenen praktischen und arbeitsbezogenen Kompetenzen festgestellt werden, ob eine Beschäftigung am Allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist bzw. welche Förderung dahingehend sinnvoll ist. Des Weiteren sollen Praktika in Betrieben des Allgemeinen Arbeitsmarktes zu einer Entscheidungsfindung beitragen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Durchführungskonzeptes von Caritas Berufswege ist die verstärkte Orientierung auf Berufsausbildungen in anerkannten Berufen durch Anlehnung an Ausbildungsordnungen sowie Verlegung von Ausbildungselementen in die Kreisberufsschulen und Betriebe. Zudem sollen die Bildungsangebote der Caritas Berufswege im Sinne der Inklusion an den öffentlichen Schulen größere Beachtung finden.

Denn die auch von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete UN-Behindertenrechtskonvention will erreichen, dass Menschen mit Behinderungen ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben, in der Schule und am Arbeitsleben, gemeinsam mit Menschen die nicht behindert sind, teilhaben.

Hierzu ist ein gesellschaftliches Umdenken erforderlich. Inklusion muss im Denken und Handeln aller gesellschaftlichen Akteure, von Institutionen und der Bevölkerung immer mehr und ganz selbstverständlich Berücksichtigung finden. Aus diesem Grunde wird Menschen mit Behinderungen in den Einrichtungen des Caritasverbandes auch Gelegenheit gegeben, mit gesellschaftlich Verantwortlichen und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. So sind bereits Gespräche des Caritas-Werkstattrates mit Firmen-Geschäftsführern und kommunalen Politikern fest verabredet.

Gelebtes Miteinander:

Weihnachtsfeier der Fuldaer Caritas-Werkstätten in Künzell

Blick in das Publikum der Weihnachtsfeier Fulda, Künzell (cif). Zur traditionellen Weihnachtsfeier der Fuldaer Caritas-Werkstätten für Menschen mit Behinderung waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Angehörigen und Freunde, das Team der Betreuer sowie zahlreiche Vertreter aus Caritas und Kirche, Politik und Wirtschaft im Gemeindezentrum in Künzell zusammengekommen. Vor dem Höhepunkt der Feier, einer festlich ausgestatteten Theateraufführung mit unzähligen engagierten Schauspielern und einem üppigen Bühnenbild auf der Bühne (unser Bild), begrüßte Dr. Markus Juch, Diözesan-Caritasdirektor im Bistum Fulda, alle Zusammengekommen auf das herzlichste und nannte diese bunte Festgemeinschaft eine vorweg genommene Verwirklichung des angestrebten und politisch gewollten Prinzips der Inklusion.

Wir blicken auf die Gäste und Mitarbeiter der WfbM. An langen Tischreihen sitzen sie. Auf den Tischen stehen diverse Getränke und weihnachtlicher Schmuck. Am vorderen Tische sitzen 2 Rollstuhlfahrer. Gespannt schauen sie zur Bühne. Im Hintergrund sieht man die Fenster des Hauses.

Blick in das Publikum der Weihnachtsfeier

Aufführung der Theater-AG Grußworte kamen vom örtlichen Gastgeber, Künzells Bürgermeister Peter Meinecke, sowie von Vertretern aus dem Bistum, von Stadt und Landkreis Fulda. Durch das gesamte Programm der Weihnachtsfeier führte nochmals souverän der scheidende Einrichtungsleiter Stefan Walter, der die Werkstatt zum 31. Dezember abgibt. Wichtige „letzte“ Amtshandlung von ihm auf der Künzeller Weihnachtsfeier war die Ehrung der langjährigen Werkstattmitarbeiter, die 2010 auf ein rundes Jahresjubiläum zurückblicken konnten.

Wir sind zu Gast bei der Theateraufführung. Die Mitspielenden sind arm und sehr unterschiedlich gekleidet. Sie sitzen in einem Kreis. In der Mitte des Kreises brennt ein kleines Feuer. Im Hintergrund sehen wir als Bühnenbild eine Hauswand und einen maroden Zaun.

Aufführung der Theater-AG

Prominente Helfer am Weihnachtsmarkt-Stand

der Caritas-Werkstätten im Einsatz

Fulda (cif). Auch auf hohe Vertreter aus Politik und Kirche konnten die Caritas-Werkstätten zurückgreifen, um ihren Weihnachtsmarkt-Stand mit Verkäufern auszustatten:

Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld stehen als Verkäufer im Weihnachtsstand. Der Stadt ist mit vielen Verkaufsartikeln wie Holzsternen, diversen Grußkarten, Kalendern, Holzspielzeug und vielen anderem mehr ausgerüstet.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel und Erster
Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld

Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel tat diesen Dienst genauso wie sein Künzeller Amtskollege Peter Meinecke. Mit dabei war auch der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld. Aus der Bistumsspitze kam Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke zum Einsatz. Sie alle waren von Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb vorsorglich angewiesen worden, sich wortwörtlich warm anzuziehen: „Wenn man hier einige Zeit in der Marktbude stehen muss, kann einem die Kälte trotz des vorhandenen Heizöfchens schon an den Beinen hochklettern“, erläutert Erb, der durch im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder absolvierte „Weihnachtsmarkt-Verkaufsschichten“ über einen entsprechenden Erfahrungsschatz verfügt.

Nun verkauft Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke zusammen mit Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb im Weihnachtsstand. Prof. Stanke hält einen Strumpf in den Händen. Viele gestrickte Präsente kommen zum Vorschein. Links ist ein Vogelhaus auf gehangen.

Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke zusammen mit
Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb

Verkaufen am Caritas-Stand – das erfolgt übrigens immer ehrenamtlich, egal, ob es sich dabei um Angehörige der behinderten Werkstattmitarbeiter, um hauptamtliche Mitarbeiter von der Auszubildenden bis zum Einrichtungsleiter oder um Freunde und Förderer der Caritas wie die bereits genannten Politiker und den General-Vikar des Bistums handelt. Der Erlös dient der guten Sache – von dem Geld werden maßgeschneiderte Freizeitangebote für die behinderten Werkstattmitarbeiter finanziert. Das Geld aus dem Produktverkauf von Erzeugnissen aus der Partner-Werkstatt im ukrainischen Iwano-Franiwsk fließt in voller Höhe an die Caritas in dem osteuropäischen Land. Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel tat diesen Dienst genauso wie sein Künzeller Amtskollege Peter Meinecke. Mit dabei war auch der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld. Aus der Bistumsspitze kam Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke zum Einsatz. Sie alle waren von Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb vorsorglich angewiesen worden, sich wortwörtlich warm anzuziehen: „Wenn man hier einige Zeit in der Marktbude stehen muss, kann einem die Kälte trotz des vorhandenen Heizöfchens schon an den Beinen hochklettern“, erläutert Erb, der durch im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder absolvierte „Weihnachtsmarkt-Verkaufsschichten“ über einen entsprechenden Erfahrungsschatz verfügt.

Auch der Künzeller Bürgermeister Peter Meinecke ist zum Verkauf mit 3 weiteren Personen angetreten. Vor ihnen stehen viele Kartons mit Kleinteilen. Im Hintergrund leuchtet das Logo Caritas Werkstatt Mensch.

Künzeller Bürgermeister Peter Meinecke (2. v. li.).

Alle ViP-Verkäufer am Caritas-Stand machten ihre Sache übrigens gut und waren davon angetan, wie schnell sich das Erfolgserlebnis bei der Arbeit einstellte – ein netter Plausch mit Passanten, ein erfolgter Verkauf von zum Beispiel Strickwaren oder kleinen Basteleien aus den Werkstätten. Absoluter Renner sind dieses Jahr die Wollsocken und die Vogelhäuser – angesichts des harten Winterwetters ohne Frage nachvollziehbar. Bis zum Ende des Weihnachtsmarktes am 23. Dezember ist die Marktbude der Caritas-Werkstätten direkt an der Stadtkirche geöffnet, Waren aller Art sind noch in genügender Menge vorhanden – ein Besuch des Standes lohnt sich also auch in der Weihnachtswoche noch.

“Biene, Mensch, Natur” – Neue Ausstellung im ÜWAG-Kundenzentrum

26.09.11 – Termine FD – FULDA. Im Kundenzentrum der Überlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (ÜWAG) präsentiert die Caritas Berufswege Fulda in Kooperation mit dem Netzwerk „Blühende Landschaften“ und der Universität Würzburg die Ausstellung „Biene, Mensch, Natur“. Besucher können sich über die Bedeutung der Biene im Naturkreislauf und zu zahlreichen anderen Themen rund um das nützliche Insekt informieren. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Mittwoch, 28. September 2011, um 17:00 Uhr. Nach einem Grußwort von Dr. Malte Crome, Vorstand der Diözesan-Caritas Berufswege Fulda, referieren Prof. Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg und Ernst-A. Hestermann, Geschäftsführer der Bienenforschung Würzburg e. V., über das „Phänomen Honigbiene“. Im Anschluss erfahren Besucher anhand mehrerer Tafeln zur Ausstellung unter anderem Näheres zur Arbeit des Netzwerks „Blühende Landschaften“, in dem die Caritas Mitglied ist, sowie zur Arbeit der Caritas Berufswege Fulda selbst.

Eine weitere Abendveranstaltung zur Ausstellung findet am Dienstag, 4. Oktober 2011, ebenfalls im ÜWAG-Kundenzentrum statt. Nach einem Grußwort des Diözesan-Caritas Direktors Fulda, Dr. Markus Juch, folgen drei Vorträge. Ab 17:20 Uhr geht Dr. Marina Meixner vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen auf die Lebensweise der Bienen und ihre Bedeutung für Natur und Landwirtschaft ein. Das Thema „Blühpflanzen – der Landwirt und der Imker“ beleuchtet Dr. Thoralf Küchler vom Unternehmen Syngenta. Unter dem Titel „Wege zu einer blühenden Landschaft – Menschen und Bienen arbeiten zusammen“ erläutert Dr. Ulrich Hampl vom Netzwerk blühende Landschaft – Gut Hohenberg, einem Seminarbauernhof der Stiftung Ökologie und Landbau, wie sich beide Lebewesen zum Vorteil der Natur sinnvoll ergänzen können. Bei beiden Veranstaltungen besteht anschließend die Möglichkeit, die Herstellung von Rähmchen für den Imker-Bedarf zu begutachten sowie an der Verkostung von Fruchtaufstrichen und Honigen teilzunehmen. Die Ausstellung ist bis zum 17. Oktober 2011 zu den gewohnten Öffnungszeiten im ÜWAG-Kundenzentrum zu sehen.

Ehrungen in den Caritas Wohnheimen Fulda

Ehrungen in den Caritas Wohnheimen Fulda

1. Reihe von links: Patrick Reith (10 Jahre), Bernadette Reinel (10 Jahre), Christoph Möller (20 Jahre), Andrea Zern (20 Jahre)
2. Reihe von links: Albert Möller (25 Jahre), Theo Münker (Leiter der Wohnheime), Thomas Vogel (20 Jahre)
3. Reihe von links: Ansgar Erb (Vorstandsmitglied Diözesancaritasverband), Dominique Vilmin (Ressortleiter Behindertenhilfe), Harald Schäfer (Koordinator Betreutes Wohnen), David Hasenauer (Mitarbeitervertretung)

Im Rahmen der gemeinsamen Jahresabschlussfeier der Caritas Wohnheime und des Fachdienstes Betreutes Wohnen / Begleitetes Wohnen in Familien wurden zwei Mitarbeiterinnen und drei Mitarbeiter für Ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

Bernadette Reinel und Patrick Reith können auf zehn Jahre Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Andrea Zern, Christoph Möller und Thomas Vogel sind bereits 20 Jahre für die Caritas Behindertenhilfe tätig. Albert Möller schließlich kann mittlerweile auf 25 Jahre Tätigkeit in den Caritas Wohnheimen zurückblicken.

Die Ehrungen wurden vom Vorstandsmitglied des Diözesancaritasverbands, Herr Ansgar Erb, vorgenommen, ebenso gratulierten der Ressortleiter der Behindertenhilfe, Herr Vilmin und David Hasenauer für die Mitarbeitervertretung. Die Laudatio hielten Herr Schäfer für das Betreute Wohnen (Frau Zern) und Herr Münker für die Mitarbeiter der Wohnheime.