Fahrzeug aus Fuldaer Flotte als Geschenk in die Ukraine überführt

Caritas-Delegation reiste zum Schwesterverband nach Iwano-Frankiwsk

Erneut trat eine Abordnung von Caritas-Mitarbeitern von Fulda aus die Fahrt ca. 1400 Kilometer weit nach Osten an, um im ukrainischen Iwano-Frankiwsk bei der dortigen Caritas das Partnerprojekt der Behindertenhilfe zu besuchen. Die Caritas Fulda unterstützt den osteuropäischen Schwesterverband beim Aufbau eines Rehabilitationszentrums für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien mit Betreuung, Beratung, therapeutischen Maßnahmen und vor allem Arbeitsangeboten.

Wir sind bei der Fahrzeugweihe zu Gast. Rechts steht der übergebene rote Fortbus. Vor ihm haben sich die Anwesenden versammelt. Der Bischof ist festlich gekleidet. Eine helle kreisförmige Mitra und Stola heben sich festlich vom roten Untergewand ab.

Höhepunkt des Ukraine-Besuchs: Das Fuldaer fahrzeug wird im Rahmen einer bischöflichen Weihezeremonie
offiziell an die Caritas Iwano-Frankiwsk übergeben. (Foto: Caritas Fulda).

Als Geschenk brachten die Fuldaer Gäste ein Fahrzeug der Werkstattflotte mit, um der Caritas in Iwano-Frankiwsk den Aufbau eines Fahrdienstes für nicht mobile Betreute zu ermöglichen. Pressereferent Dr. Christian Scharf übergab den Fahrzeugschlüssel offiziell an Caritasdirektor Pfarrer-Mitrat Wolodymyr Tschornij. In einer Zeremonie segnete Ortsbischof Wolodymyr Wijtyschyn das Auto, bevor es seiner Funktion übergeben wurde. Der Dank des Mitarbeiterteams, der Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen war so greifbar und rührte die Fuldaer Gäste.

Wir befinden uns in einem großen Raum. Die Wände sich leuchtend gelb gestrichen. Im Raum haben sich viele behinderte Menschen eingefunden. Sie stehen in 3 Reihen und heben jeweils ein Bild hoch.  Vorn ist ein Mitarbeiter im Liegestuhl. Alle Beteiligten freuen sich über ihre Bilder

Bunte Ergebnisse: Die Zeit für das Gespräch ihrer Eltern mit der Delegation aus Fulda nutzten die Jugendlichen aus der
Caritas-Werkstatt für eine gelungene Malaktion. (Foto: C. Scharf).

Autohersteller Hyundai, seit mehreren Jahren mit der Deutschen Caritas in einer Sozialpartnerschaft verbunden, unterstützte die Aktion der Fuldaer Caritas und stellte der Delegation kostenlos als Begleitfahrzeug für die Ukrainefahrt einen Kleinbus H-1 Travel zur Verfügung. Somit war die bequeme Rückreise nach Überstellung des Flottenfahrzeugs gewährleistet.

Auf dem Parkplatz vor der Behindertenhilfe in der Ratgarstraße ist das silbergraue Rückreisemobil geparkt. Vor ihm stehen die an der Fahrt beteiligten Personen. Sie sind zufrieden von ihrem Einsatz zurückgekehrt.

Dank der kostenlosen Ausleihe eines Kleinbusses durch Caritas-Sozialpartner Hyundai konnte die Fuldaer Delegation nach
Überführung des Flottenfahrzeuges auch auf vier Rädern bequem zurückreisen. (Foto: Caritas Fulda).

Gisela Albersmeyer: Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Priester, Mitarbeiter, behinderten jungen Menschen …. in der Ukraine haben mich sehr beeindruckt. Die Mitarbeiter der Caritas unterstützen die Werkstattbesucher liebevoll und geduldig. Die Eltern waren sehr offen in ihren Aussagen; betroffen machte mich besonders der Fall eines jungen Mannes – Kinderlähmung – der nicht optimal mit einem geeigneten Rollstuhl versorgt war. Auch war die Großmutter nicht mit dem richtigen Handling vertraut, um ihn besser zu lagern.

Durch die Aussagen der Eltern spürte ich die Sorge – ‚Was wird, wenn ich nicht mehr kann oder bin?‘. Vielleicht geht auch die Entwicklung in der Ukraine weiter und es entstehen z. B. Wohnheime für Behinderte oder wenigstens Kurzzeitpflegeplätze für Notfälle. Ich wünsche den Eltern viel Kraft und Ausdauer!“

Mechthild Klöckner-Franz: „Am meisten beeindruckte mich die überaus herzliche Gastfreundschaft, die durchgängig zu spüren war. Ich fühlte mich in dem Caritas Haus mit ihren Mitarbeitern und behinderten Menschen wohl und hatte den Eindruck, dass wir uns bereits nach nur kurzer Zeit persönlich und fachlich sehr nahe waren. Das Gespräch mit den Eltern empfand ich als sehr fruchtbar, da sehr emotional und offen diskutiert wurde und die Eltern mir den Eindruck einer Zufriedenheit machten, die ihnen Kraft für ihre Aufgaben gibt. Frau Albersmeyer konnte durch ihre aufmunternden und liebevollen Worte spürbar helfen. Es tat einfach gut, in so kurzer Zeit so viel Wichtiges besprochen zu haben.

Auf unseren Exkursionen blieb mir besonders das Psychiatrische Krankenhaus in Erinnerung, welches mich in seiner bescheidenen Einfachheit zum Nachdenken über Luxus und unsere scheinbar wichtigen Dinge und Probleme in unserem Leben ermahnte.“

 

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