Heimat, auch ohne Worte

Die diesjährige Jahreskampagne der Caritas befasst sich mit dem Thema Heimat. Heimat ist nicht nur der Ort an dem wir geboren oder aufgewachsen sind, Heimat sind nicht nur die Freunde und die Familie, Heimat ist auch unsere Sprache. Unsere Muttersprache oder auch die Sprache die wir im Laufe der Zeit hinzugelernt haben prägt uns. Die Sprache oder auch manch ein Dialekt geben uns ein Gefühl der Heimat, des Wohlbefindens, der Sicherheit.
Doch nicht immer bewirkt dieses Heimatsgefühl die Lautsprache, auch die Gebärdensprache kann die Muttersprache sein. Auch einzelne Gebärden können ein Teil der ganz eigenen Sprache sein. Sie gehören zur Heimat, sie sind die Kommunikation mit Freunden, der Austausch mit der Familie, die Verständigung im Alltag.
Die Caritas Behindertenhilfe Fulda hat erneut unter Leitung von Werner Althaus, Sozialdienst für Gehörlose des RCV Fulda, für ihre Mitarbeiter einen Gebärdeneinsteigerkurs angeboten. Dieses Mal zum ersten Mal inklusiv! Neben Personal aus Bereichen wie der Tagesförderung und dem Wohnheim nahmen auch Menschen mit Behinderung an dem Kurs teil. Alle hatten sehr viel Freude und konnten viel dazu lernen.

Die Kursteilnehmer unterschiedliche Ländergebärden: Hintere Reihe von links nach rechts: Frankreich, England, Österreich, Griechenland, Indien Vordere Reihe von links nach rechts: Schottland, Türkei und Iran

Menschen die nicht sprechen können oder auch gehörlose Menschen nutzen Gebärden und die Kursteilnehmer können diese nun besser verstehen, sich besser verständigen, ein Teil der Heimat sein.

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