Im Beisein von Weihbischof Diez

wurde das neue Wohnheim in Maberzell offiziell übergeben

Fulda-Maberzell (cif). Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnte nun das neue Caritas-Wohnheim für psychisch kranke Menschen inmitten Fulda Maberzell an der Rittlehnstraße feierlich eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Caritas-Aufsichtsratsvorsitzenden Monsignore Elmar Gurk sprach Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez im Rahmen eines Wortgottesdienstes den Segen über das neue Haus.

Die anwesenden Vertreter aus Kirche, Politik und Caritas haben sich mit den Bewohnern vor dem Neubau zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Das Wohnheim ist als hellbeiger  Winkelbau erstellt. Der vordere Teil ist einstöckig  mit einem Flachdach gestaltet. Der hintere Bauabschnitt ist zweistöckig mit einem flachen, roten Ziegeldach bedeckt.

Feiergemeinschaft vor dem neuen Wohnheim

Diez zeigte sich dabei beeindruckt vom Konzept für die neue Einrichtung, das vor allem auf seelisch Kranke mit erheblichem Unterstützungsbedarf ausgerichtet ist. So will das Team der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie am neuen Standort den hilfebedürftigen Menschen so beistehen, dass ihnen dabei alle Freiräume der eigenständigen Lebensgestaltung offen bleiben. Jeder Bewohner im neuen Haus hat ein eigenes Zimmer mit barrierefreiem Bad, darüber hinaus ermöglichen Gemeinschafträume eine gemeinschaftliche Tagesbetreuung, an der auch externe Menschen mit psychischer Erkrankung teilnehmen können. Die Baumaßnahme kostete insgesamt 1,4 Millionen Euro. Zuschüsse in Höhe von jeweils 300.000 Euro kamen vom Hessischen Sozialministerium und vom Landeswohlfahrtsverband. Die Aktion Mensch steuerte einen Zuschuss von 250.000 Euro bei.

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch ging in seiner Ansprache auf das Ziel der Inklusion ein. Das neue Wohnhaus sei ein solcher Baustein zur Inklusion, unterstrich er, denn es ginge darum, behinderte und psychisch kranke Menschen möglichst maßgebliche Unterstützung zu geben, damit jeder im Rahmen seiner individuellen Wünsche und Möglichkeiten leben, wohnen und arbeiten könne. Die neue Einrichtung sei für seine bereits eingezogenen zwölf Bewohner genau die richtige und angemessene Hilfe. Für andere Betroffene greife zum Beispiel das Konzept des betreuenden Wohnens besser, daher müsse Caritas-Hilfe möglichst variabel und vielschichtig sein.

Wir sind zu Gast im Wortgottesdienst. Drei Bewohner haben sich am Ambo zum Verlesen der Fürbitten aufgestellt. Herr Weihbischof Diez und Diakon Gebauer stehen links daneben. Der Raum ist mit einem blühenden Gisterstrauch geschmückt.

Bewohner gestalten den Wortgottesdienst mit

Ähnlich argumentierte der Leiter des Ressorts Behindertenhilfe, Ernst-Paul Walter, in seinem Fachvortrag. Er legte dar, dass Wohnheime heute nichts mehr zu tun haben mit dem Etikett der Fremdbestimmung, das ihnen noch vor dreißig Jahren anhaftete. Ziel heute sei es natürlich, Hilfe immer in erster Linie ambulant auszulegen. Aber dort, wo es nötig sei, einzelnen Menschen ein Höchstmaß an Sicherheit und Geborgenheit zu bieten, würde die Caritas dies in entsprechenden stationären Einrichtungen vorhalten. Das neue Wohnheim in der Rittlehnstraße entspreche dieser grundsätzlichen Maßgabe.

Wir befinden uns ine einem neu errichteten Zimmer. Der Weihbischof spricht mit der Bewohnerin. Sie schaut ihn an. Im Zimmer steht ein Bett mit einem kleinen Schrank. An der Wand hängt ein Holzregal, eine Pinwand und ein Kreuz.

Besichtigung und Segnung der Zimmer

Grußworte aus den Reihen der zahlreichen Gäste von Kirche, Politik, Wirtschaft und Freunden und Förderern der Caritas kamen u. a. vom Fuldaer Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel, dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld und Liane Grewers vom Hessischen Sozialministerium.

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