Kooperationspartner BDH Bundesverband Rehabilitation und Caritas stellten bei BDH- Bundesdelegiertentagung im Esperanto geplantes Pilotprojekt vor

Fulda (cif). Vieles drehte sich bei der Bundesdelegiertentagung des BDH Bundesverbandes Rehabilitation im Fuldaer Kongresszentrum Esperanto um eine neuartige Tagesförderstätte für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen: Der Caritasverband für die Diözese Fulda als Kooperationspartner des BDH Bundesverbandes wird  diese Tagesförderstätte ab November am Neuenberg in der St.-Vinzenz-Straße im einem Gebäudekomplex zusammen mit einer stationären Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderungen errichten. Vonseiten der Caritas stellten Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch sowie der Gesamtleiter Berufswege und Werkstätten der Caritas-Behindertenhilfe, Bernd Wystrach, die Idee für eine solche Tagesstätte vor.

Caritasdirektor Juch und Gesamtleiter Caritas-Berufswege Bernd Wystrach bei der Vorstellung der geplanten Tagesförderstätte vor dem Plenum der BDH-Delegierten

Man habe immer wieder erleben müssen, dass eine Tagesförderung speziell für den Personenkreis der Menschen mit erworbenen Hirnschäden bisher einfach nicht existent sei – der BDH habe den Betroffenen diesbezüglich nicht weiterhelfen können und war durch Hinweise auf diesen Bedarf – vor allem in Person des Fuldaer Kreisvorsitzenden Hermann Auth – wichtiger Impulsgeber für die Caritas-Behindertenhilfe. Bisher, so Dr. Juch in seinem Vortrag, seien die Betroffenen und ihre Angehörigen weitgehend allein gelassen, wenn sie im medizinischen Sinne rehabilitiert seien. Trotz ihrer Behinderungen passten sie – was die weitere Hilfe anginge – weder in die Schemata der Menschen mit Behinderung noch der psychisch kranken Menschen. Die Caritas-Behindertenhilfe habe diese Lücke erkannt und ihre Werkstätten als Rehabilitationseinrichtungen für Menschen mit erworbenen Hirnschäden anerkennen lassen. Dabei ginge es aber um mehr als die Teilhabe an Arbeit und Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, sondern die Betroffenen müssten darüber hinaus ganzheitlich Begleitung und Rehabilitation von Körper und Seele erfahren, worauf die Tagesförderstätte mit ihren 20 Plätzen ausgerichtet sein werde.

 

Die Tagesförderstätte, so Caritasdirektor Juch sodann in seinen Ausführungen, werde eine wichtige Lücke im Angebot der Caritas-Behindertenhilfe schließen und für den neuen Personenkreis Förderung und Teilhabe ermöglichen. Darüber hinaus biete die geplante Einrichtung den betroffenen Familien durch eine verlässliche Betreuungszeiten spürbare Entlastung. Die Tagesförderstätte werde nach Plan im Jahr 2020 eingeweiht, und er hoffe, so Juch, dass viele der anwesenden Delegierten dann wieder in Fulda sein werden, um dies gemeinsam zu feiern.

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