Nach dem Weihnachtsmarkt ist vor dem Weihnachtsmarkt

Erfolgreicher Caritas-Weihnachtsmarktstand – Ehrenamtliche zogen Verkaufsbilanz – Oberbürgermeister und Erster Kreisbeigeordneter waren beim Neujahrsgespräch dabei

Fulda (cif). Es ist eine kleine Tradition, dass sich nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Weihnachtsmarktstandes in der Kantine der Caritas Werkstätten St. Vinzenz-Straße zusammen setzen, um bei Kaffee und Kuchen Bilanz zu ziehen. Mit dabei waren diesmal Oberbürgermeister Gerhard Möller und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Heiko Wingenfeld, als Gesamtwerkstättenleiter Bernd Wystrach alle versammelten begrüßte, „die gemeinsam an den 25 Markttagen im Advent rund 500 Stunden Standdienst abgedeckt, Ware verkauft und stets für rechtzeitigen Warennachschub gesorgt haben.“

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Neujahrsgespräch Werkstätten

Wystrach betonte, dass das Projekt „Weihnachts-marktstand“ allein auf freiwilliger und unentgeltlicher Mitarbeit fuße. Verkauft würden Produkte aus Behinderten-Werkstätten und Eigenprodukte der Ehrenamtlichen, allen voran die mittlerweile in Fulda regelrecht berühmten Strickwaren, die reißenden Absatz fänden. Die Standdienste würden geleistet von Angehörigen der Werkstattmitarbeiter, von Caritas-Beschäftigten aus ganz unterschiedlichen Bereichen sowie von Freunden und Gönnern der Caritas. Beim Weihnachtsmarkt 2014, so Bernd Wystrach in seinem Rapport, sei der Umsatz nochmals deutlich gesteigert worden. Der Lohn der Mühe aller fleißigen Ehrenamtlichen: Der Gewinn aus diesem erneuten Rekordumsatz fließt in ganzer Höhe wieder der Elterninitiative Freizeitclub zu, welche für die Werkstattmitarbeiter mit Handicap passende Freizeitangebote entwickelt und durchführt.

Das Konzept des Freizeitclubs erläuterte kurz dessen Vorsitzender Peter Sauer. So ginge es darum, den Menschen mit Behinderung in ihrer Freizeit im allgemeinen öffentlichen Raum  und nach den Prinzipien der Inklusion Möglichkeiten für Austausch und Teilhabe zu bieten, an denen sie ohne Sorge um die organisatorischen Begleitumstände teilnehmen können. Man werde zum Beispiel als einer der großen Events 2015 demnächst mit 140 Teilnehmern zu Holiday on Ice nach Kassel fahren. Für die Menschen mit Behinderung seien diese Ausflüge des Freizeitclubs unter anderem dank der verlässlichen Einnahmen aus dem Weihnachtsmarktgeschäft ein kostenfreies Angebot.

Für die Verbandsleitung sprach Vorstandsmitglied Ansgar Erb, der – wie Bernd Wystrach betonte – der Initiator der zahlreichen VIP-Schichten am Caritas-Stand ist. Erb begrüßte ausdrücklich Oberbürgermeister Möller und den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Wingenfeld stellvertretend für alle VIP-Verkäufer aus Politik und Kirchenleitung, die auch im vergangenen Dezember ihre Schicht am Caritas-Stand mit Bravour geleistet hätten.  Seiner Beobachtung nach, so Erb, käme es dank der Anwesenheit und Mitarbeit durch die Prominenz immer wieder zu netten Begegnungen und Gesprächen an der Marktbude.

Die beiden Kommunalpolitiker äußerten sich in ihrer Antwort ähnlich: So unterstrich Oberbürgermeister Möller, als wie interessant und bereichernd er den Perspektivwechsel aus dem Marktstand heraus empfände. Und Kreisbeigeordneter Wingenfeld betonte, dass vor der Marktbude der Caritas ungeachtet des Wetters eigentlich immer etwas los sei und immer gute Laune herrschte. Beeindruckt zeigte er sich von der Zahl der verkauften Stricksocken, welche  die Leiterin des Elternbeirates der Werkstätten, Lucie Nitsche-Goldbach, bekannt gab: 900 Sockenpaare – alle handgestrickt – seien verkauft worden. Und da nach dem Weihnachtsmarkt bekanntlich auch vor dem Weihnachtsmarkt sei, habe sie bereits wieder Wolle an die „zahlreichen guten Geister“ verteilt, die nun damit anfangen könnten, neue Ware für den Weihnachtsmarkt 2015 zu produzieren…