Teilnahme des Vorsitzenden des Beirates der Menschen mit Behinderungen der Caritas Werkstätten Fulda am Kongress der BGW vom 04.-07.09.11. in Hamburg

Der BGW Kongress zum Bereich Behindertenhilfe hatte das Schwerpunktthema Inklusion

Der Veranstalter, verantwortlich Herr Björn Kähler, fragte vor einigen Wochen Herrn Wystrach an, ob er bereits sei an einem sog. Satellitensymposium zum Thema Inklusion teilzunehmen, als Interviewpartner für den Bereich Werkstätten.
Zwei Wochen später fragte er erneut an, es ging darum, ob  aus dem Kreis der behinderten Beschäftigten noch eine Person mitkommen könnte.
Herr Wystrach fragte Herr Mathias Boecken, als Vorsitzenden des Werkstattrates, ob er zum Kongress nach HH mitkommen könnte.
Da Herr Boecken bereits aktiv am Kongress Inclusion International in Berlin teilgenommen hatte, war davon auszugehen, dass er auch mit der Situation in Hamburg zurecht kommen würde.
Er stimmte der Anfrage zu.
Herr Kähler wurde darüber informiert und er sagte, dass die BGW für geladene Referenten sämtliche entstehenden Kosten (Zugfahrt, Hotel, Frühstück, Transferkosten (Taxi) für alle Teilnehmer, einschll. einer Begleitung für Herrn Boecken, übernehmen würde.
Die Anreise war am Sonntagabend bis 21.30 Uhr in das Hotel Suitenovotel, Lübeckertordamm in der Hamburger City.

Am 1. Kongresstag (Montag) wurden verschiedene Workshops und Plenumsveranstaltungen rund um das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz besucht. Der Abend wurde mit dem Hamburger Abend im Ballsaal des Stadion des FC St. Pauli abgeschlossen.
Am Vormittag des 2. Kongresstages besuchte Herr Boecken einen Workshop zum Thema Mobilität mit dem Rollstuhl, Herr Wystrach eine Plenumsveranstaltung zum Thema Kommunikation (u.a. Haptik und Unterstützte Kommunikation).
Das Satellitensymposium fand im Spiegelsaal des Grand Elysee Hotels statt.

Zum Kongress hatten sich nur wenige behinderte Menschen angemeldet, deshalb kam dann auch die Anfrage an Herrn Wystrach, ob er jemanden mitbringen könnte.

Dann wurde es spannend –
um 13.00 Uhr Treffen mit Herrn Kähler, Frau Berberich (beide Veranstaltungsmanagement), Herrn Hegemann (Moderator) und Prof. Dr. Brandenburg (Hauptgeschäftsführer der BGW).
Kurze Abstimmung mit dem Moderator Herrn Hegemann, während des Symposiums wird er den einen oder anderen Teilnehmer aus dem Teilnehmerkreis (Satelliten) ansprechen.
Auf dem Podium saßen Herr Ritz (Staatssekretär von Herrn Peter Motzet (der nicht kommen konnte), Herr Ruschke (Vorsitzender WR Saarland), Herr Hirsch (GF der BAG WfbM), Bernd Petri (GF der BAG für Reha BAR), Prof. Dr. Brandenburg (Hauptgeschäftsführer der BGW).

Werkstattratsmitglied Mathias Boecken beim BGW Kongress
 
 

Prof. Dr. Brandenburg begrüßte die Teilnehmer und gab ein klares Plädoyer für die Werkstätten ab. Diese seien in der Rehabilitationslandschaft unentbehrlich.
Weitere Stellungnahmen.
M. Boecken brachte sich in die Diskussionen aktiv ein. Werkstattarbeit ist wichtig für das Selbstvertrauen und diese gibt Sinn, besonders für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt wegen ihrer Behinderung keine Beschäftigung finden können.
Jemand der aus der Werkstatt auf einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt gewechselt war, der aber nach einer Zeit wieder zurückkehren will, dem sollten kein Hindernisse in den Weg gelegt werden.
Bei der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen sollte es nicht primär darum gehen, mit aller Gewalt auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln, wichtig ist es, die individuelle Situation der Betroffenen zu sehen und zu respektieren.
Die Caritas kümmert sich mit dem Fachdienst für berufliche Integration (Caritas Berufswege Fulda) um die Begleitung der Mitarbeiter auf den Arbeitsmarkt, eine Rückkehr in den verlässlichen Rahmen der Werkstatt muss aber unbürokratisch möglich sein.

Herr Wystrach antwortete auf eine allgemeine Frage des Hauptgeschäftsführers der BGW, ob diese sich weiterhin für Inklusion stark machen sollte. Das wurde ausdrücklich für wichtig erachtet, da es bei Inklusion um eine gesellschaftliche Haltungsänderung geht. In der Gesellschaft muss eine Bewusstseinsbildung erfolgen. Die BGW könne dazu beitragen, indem über Initiativen mehr zur selbstverständlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen getan werden kann. Es sei Aufgabe aller politisch Verantwortlichen, der Träger von Einrichtungen, aber auch der Rehaträger sich für Inklusion einzusetzen. Einrichtungen müssen sich öffnen, mehr Durchlässigkeit ermöglichen.
Separierenden Konzepten muss entgegengewirkt werden, insbesondere wenn es um Bildung und Qualifizierung geht.
Conclusio von Herrn Boecken: Austausch mit anderen Betroffenen (z.B. mit Herrn Ruschke) soll nachhaltig intensiviert werden.

Am 3. Kongresstag zufälliges Treffen mit Frau Berberich, die noch einmal ihren Dank zur Teilnahme am Kongress ausgesprochen hatte und mit Herrn Ritz (geboren in Fulda), der noch einmal den Kontakt aufnehmen will. Kontaktkarte wurde ausgehändigt.

Rückfahrt 12.52 Uhr ab HH Hbf. Ankunft: 15.54 Uhr in Fulda.

Begleitprogramm: Mathias Boecken auf einem Ausflug mit einer Rikscha

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.