Voller Erfolg im Norden

In Kooperation mit „Aktion Mensch“ machte die Caritas-Behindertenhilfe „Begleitetes Wohnen“ als Unterstützungsangebot im nördlichen Teil des Landkreises Fulda bekannt

Fulda, Hünfeld (cif). Durchweg zu einem Erfolgsmodell hat sich das seit 2017 im nördlichen Landkreis Fulda angebotene „Begleitetes Wohnen“ der Caritas Behindertenhilfe entwickelt. Unterstützt durch „Aktion Mensch“ konnte diese Dienstleistung im Rahmen eines vierjährigen Projektes bekannt gemacht werden. „Unser Ziel war es, das im Stadtbereich Fulda bereits bewährte und gut genutzte Angebot auch in und um Hünfeld bekannt zu machen und zu etablieren,“ fasst es der zuständige Bereichsleiter Harald Schäfer zusammen.

Begleitetes Wohnen richtet sich an Menschen mit Einschränkungen, die in einer eigenen Wohnung leben möchten. Damit sie ihren Alltag meistern können, erhalten sie individuelle Beratung, Begleitung und Hilfestellungen. Diese Unterstützungen zielen darauf ab, eine tragende Tagesstruktur zu schaffen und die Integration ins private Wohnumfeld abzusichern. Des Weiteren gilt es eine Unterstützung bei Arztbesuchen oder um bezüglich behördlicher Angelegenheiten sicher zu stellen. Auch die oftmals nötigen Hilfen von anderen ambulanten Diensten sind gemeinsam zu planen und zu organisieren.

Unter dem Motto: „Nicht betreuen, sondern begleiten“ kann so vielen Menschen mit Handicap ein individuelles Leben in einer eigenen Wohnung ermöglicht werden. Im Projekt ging es in erster Linie darum, dies zu verdeutlichen sowie allen Interessenten und ihren Angehörigen Mut zu machen, begleitetes Wohnen auch auszuprobieren.

Im Rahmen eines Bauprojektes der Caritas in Hünfeld, bei dem neben einem stationären Wohnangebot auch sozialer Wohnraum im neuen „St.-Ulrich-Quartier“ entstanden ist, nutzte die Behindertenhilfe die Chance und eröffnete vor Ort ein kleines Büro als Anlaufpunkt. „Mittlerweile werden von dort 18 Menschen von zwei Erzieherinnen und einem Sozialpädagogen begleitet“, erläutert Harald Schäfer.

Einige Wohnungen befinden sich direkt im St.-Ulrich-Quartier, andere sind im Umland, zum Beispiel in Michelsrombach oder in Hilders. „Da wir ein aufsuchender Dienst sind, ist es so, dass unsere Begleiter in die Wohnungen kommen und somit stets die Unterstützung vor Ort im sozialen Umfeld anbieten“, so Schäfer.

Das gemeinsame Projekt mit „Aktion Mensch“ ist vor kurzem zu Ende gegangen, aber die Arbeit geht weiter. Das Büro des Dienstes ist etabliert sowie refinanziert und die Nachfrage ist weiterhin groß. „Diese Tatsache unterstreicht auch unseren Wunsch, noch mehr Menschen mit Einschränkungen in ihrem eigenen Wohnraum zu begleiten“, erläutert Caritas-Bereichsleiter Schäfer. „Wir planen daher, dieses Projekt auch für den südlichen Landkreis Fulda anzustoßen. Denn auch in Hosenfeld, Neuhof, Flieden und Gersfeld gibt es Menschen, die gerne in den eigenen vier Wänden leben wollen, aber doch eine gewisse Hilfe für den Alltag benötigen. Diese Hilfe werden wir ihnen gerne anbieten!“

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